Obwohl ein wenig Licht am Ende des Tunnels aufschimmert, müssen auch die meisten Sportanlagen geschlossen bleiben. Nicht nur Sport-, sondern auch Kulturvereine sind mit erheblichen Corona-Einschränkungen konfrontiert. Eine erhöhte Vereinsförderung soll in Südlohn unterstützen. © picture alliance/dpa
Vereinsförderung

Gemeinde appelliert: Vereine können „Corona-Zuschuss“ jetzt noch beantragen

Vereine, die durch Corona auch finanziell nachweislich in einer schwierigeren Lage sind, können von einer erhöhten Vereinsförderung profitieren. Die Rückläufe im Rathaus sind noch verhalten.

Anfang März hatte der Ausschuss für Kultur, Sport und Ehrenamt für den sogenannten „Corona-Zuschuss“ für Vereine entsprechende Kriterien festgelegt, der Hauptausschuss hatte den „normalen“ Ansatz für die Vereinsförderung verdoppelt. Ende Mai läuft die Antragsfrist nun ab – und darauf weist die Gemeinde Südlohn auf ihrer Homepage noch einmal mit Nachdruck hin. Mit einem ersten Erfolg. Waren die Rückmeldungen bislang doch eher schleppend, so stiegen die Nachfragen seit der Erinnerung auf der Homepage doch spürbar, berichtet Markus Wellermann vom Fachbereich Zentrale Dienste.

Seit der Sitzung des Ausschusses sind zwei weitere Monate vergangen, in denen die Vereine auch in Südlohn ihrem eigentlichen Vereinszweck aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie vielfach nicht mehr nachgehen können.

„Nicht selten brechen Einnahmen weg, sodass es schwerfällt, die laufenden Kosten zu decken. Um die Vereine in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen und die Folgen der Pandemie ein wenig abzufedern, hatte der Rat der Gemeinde Südlohn die Vereinsförderung für 2021 deutlich erhöht.” So lautet der Hinweis auf der Homepage. Betont wurde umgehend, dass Kultur- wie Sportvereine gleichermaßen von dieser Förderung profitieren können sollten.

Coronabedingte Ausfälle lassen sich oftmals schwer beziffern

Einen möglichen Grund, warum die Rückläufe noch verhalten sind, sieht Markus Wellermann in dem Umstand, dass die coronabedingten Ausfälle oftmals schwer zu beziffern sind. Stichwort Verursachungsprinzip. In der Beschlussvorlage hieß es seinerzeit: „Die coronabedingten Ausfälle sind bei Antragstellung glaubhaft darzustellen, vorhandene Nachweise sind vorzulegen.“

Zudem sollten die Vereine per Unterschrift erklären, dass keine weiteren Förderprogramme in Anspruch genommen worden sind. Gleichfalls sollen sie selbst auch ortsansässig und gemäß Vereinsförderrichtlinie als förderfähig anerkannt sein. Die betroffenen Vereine wurden per Anschreiben im März über die zusätzlichen Fördermöglichkeiten seitens der Gemeinde informiert.

Markus Wellermann ermutigt die Vereine, Anträge zu stellen. Ob es letztlich den besagten „Corona-Zuschuss“ geben wird, sei „in einem zweiten Schritt“ zu klären. Er denkt zum Beispiel an den Fall, dass vor Corona ein Kredit beantragt wurde, nun aber feste, eingeplante Einnahmen wegfallen würden, um die Raten zu decken. In Fällen wie diesem könne die erhöhte Förderung „eine Brücke bauen“.

Verwaltung hält den engen Draht zu den Vereinen

Die Vereine könnten dabei auch auf die Unterstützung aus der Verwaltung bauen. „In den persönlichen Gesprächen habe ich immer betont, dass die Verantwortlichen ein enges Abstimmungsverfahren führen und den engen Draht zu den Vereinen halten werden“, betont Wellermann. Sollte nach Einreichen eines Antrags Klärungsbedarf bestehen, so werde es die Option zu Nachbesserungen geben.

In den kommenden gut zwei Wochen hofft Markus Wellermann nun noch stellvertretend auf Vereine, die die Initiative ergriffen. Er betont dabei ausdrücklich, dass sich dieses Vorhaben nicht an Vereine richte, die ihre Kasse damit auffüllten – diesen Eindruck habe er bei den bisherigen Anträgen allerdings nicht –, sondern an diejenigen, denen das Wasser durchaus etwas bis zum Hals steht.

„Für Corona kann niemand etwas“, nimmt Wellermann möglichen Kandidaten die Scheu. Und: „Unterstützung, die zur Verfügung gestellt wird, soll natürlich auch nicht liegenbleiben.“ Und sie soll wie von den Kommunalpolitikern gefordert eben nicht nach dem „Gießkannenprinzip“ verteilt werden.

Entsprechende Anträge sind noch bis zum 31. Mai 2021 bei der Gemeindeverwaltung zu stellen. Nähere Auskunft erteilt Markus Wellermann vom Fachbereich Zentrale Dienste, Tel. (02862) 5 82 17.

Über den Autor
freier Mitarbeiter
Lesen Sie jetzt