Aufgrund der aktuellen Lage kann die Gemeinde Südlohn noch keine Aussage treffen, ob und wie Osterfeuer gestattet werden. Die Entscheidung wird letztlich auch auf anderer politischer Ebene getroffen. Die Gemeinde empfiehlt, Schlagabraum vorab unter Einhaltung von Vorgaben nach Anmeldung abzubrennen. © picture alliance / Peter Steffen/dpa
Osterfeuer

Gemeinde berät bald über das Thema Osterfeuer – und hat eine Empfehlung

Können Osterfeuer 2021 in bekannter Form stattfinden oder erfolgt eine Generalabsage wie 2020? Die Gemeinde Südlohn wird sich mit dem Thema zeitnah beschäftigen, eine Empfehlung gibt es.

Große Unsicherheit besteht weiterhin, ob das Abbrennen von öffentlichen Osterfeuern 2021 überhaupt gestattet sein wird. Vor allem als Gemeinschaftserlebnis. Schon 2020 mussten sie coronabedingt kurzfristig abgesagt werden. Vieles deutet auch in diesem Jahr auf eine Generalabsage hin. In Südlohn spricht die Verwaltung vorerst eine Empfehlung aus. Die Entscheidung wird letztlich auch auf anderer politischer Ebene getroffen.

Die Zeit drängt: „Die Gemeinde Südlohn wird sich in naher Zukunft mit dem Thema Osterfeuer beschäftigen“, erklärt dazu Matthias Lüke, der Leiter des Fachbereiches Ordnung und Soziales. Ob und wie dies in Zeiten der Corona-Pandemie unter der besonderen Thematik einer Ansammlung von Menschen zulässig sei, könne „leider unsererseits noch nicht abschließend gesagt werden“, so Lüke weiter. Das teile man möglichen Interessenten, die ein Feuer anmelden wollen, bei Nachfragen auch so offen und ehrlich mit.

Private Osterfeuer sollen untersagt werden

Unabhängig davon bleibt das Thema aktuell: Osterfeuer dienen der Brauchtumspflege. Diese Meinung wird gerade in den ländlichen Regionen geteilt. Doch es mehren sich Tendenzen, die diese nicht mehr uneingeschränkt unterstützen. Nicht zuletzt ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts schränkt die Durchführung dieser Veranstaltungen unter diesem Ansatz ein, ebenso gibt es vermehrt naturschutzrechtliche Einwände.

Eine besondere Entwicklung war in den vergangenen Jahren in Südlohn nicht nachzuvollziehen, schon gar kein Zuwachs. So wurden 2018 insgesamt 51 Osterfeuer angemeldet, 2019 waren es derer 44. „Die Feuer auf dem Gemeindegebiet wurden nur durch Privatpersonen angemeldet“, berichtet Lüke. Lediglich an der Feuerwehr Oeding finde traditionell ein Feuer von einem „Verein“ statt.

Dass nahezu sämtliche Feuer in den vergangenen Jahren durch Privatpersonen angemeldet wurden, das stellt auch den Zusammenhang zum besagten Urteil des Oberverwaltungsgerichts her. Das Urteil definiert, dass Osterfeuer dann der Brauchtumspflege dienen, „wenn das Feuer von einer in der Ortsgemeinschaft verankerten Glaubensgemeinschaft, Organisation oder einem Verein ausgerichtet wird und im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung für jedermann zugänglich gemacht wird.“ Damit werde man sich in Südlohn auch in näherer Zukunft befassen müssen, erklärt Matthias Lüke.

Resonanz ist bisher sehr übersichtlich

In diesem Jahr ist die Resonanz bisher übersichtlich, sehr übersichtlich. Es liegen erst drei Anträge auf Genehmigung vor. Das hängt sicherlich auch mit der aktuellen Entwicklung bezüglich der Coronaschutzverordnung zusammen, die Bürgerinnen und Bürger schätzten die Lage schon realistisch ein. Zu diesen Interessenten habe die Verwaltung umgehend Kontakt aufgenommen.

„Wir sprechen vor dem Hintergrund der ungewissen Lage die Empfehlung aus, Schlagabraum bis zum 15. März unter Einhaltung der Vorgaben und mit Anmeldung kontrolliert abzubrennen“, so Lüke. Dabei müssten entsprechende Anmeldefristen eingehalten werden, ebenso natürlich die Regelungen der Coronaschutzverordnung.

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