Gerätehaus der Feuerwehr muss saniert werden – wie teuer das wird, ist noch nicht klar

hzHaupt- und Finanzausschuss

Das Feuerwehrgerätehaus in Südlohn muss saniert werden. Im Moment sind die Kosten dafür aber noch nicht klar. Denn ein Prüfbericht war nicht korrekt.

Südlohn

, 27.01.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das 1995 gebaute Feuerwehrgerätehaus in Südlohn muss saniert werden. Neben neuem Dämmmaterial über den Rolltoren steht laut Haushaltsentwurf auch noch eine größere Investition wegen einer Begehung durch die Unfallkasse NRW an.

Im Entwurf des Gemeindehaushalts 2020 ist noch von erheblichen Aufwendungen die Rede. In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses hakte Maik van de Sand (Grüne) da genauer nach: „Was sind denn die Aufwendungen?“, wollte er wissen.

Fehler im Bericht des Prüfingenieurs werden geprüft

Genau konnte ihm Bürgermeister Christian Vedder das in öffentlicher Sitzung noch nicht beantworten. Details seien noch nicht-öffentlich. Jedenfalls weise der Bericht des Prüfingenieurs Fehler auf, erklärte der Bürgermeister. Die würden von der Verwaltung gerade noch geprüft. Vorher könne er noch nichts näheres zu den Aufwendungen sagen.

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Für 2020 sind zunächst einmal 25.000 Euro für das Feuerwehrgerätehaus in Südlohn vorgesehen. 5500 Euro für die Dämmung über den Toren, 10.000 Euro für neue Spinde für die Jugendfeuerwehr, sowie weitere Investitionen.

Parkplatz sieht anders aus, als der Ingenieur sagt

Nachfrage im Rathaus kurz nach der Sitzung. So schlimm, wie es sich demnach im Ausschuss noch angehört habe, sei es wohl doch nicht. Vor allem hatte der Ingenieur demnach die Parkplatz-Situation rund um das Feuerwehrgerätehaus kritisiert. „Die stellt sich aber tatsächlich deutlich anders dar, als durch den Ingenieur festgestellt“, erklärt Christian Vedder. Neben der Unfallkasse NRW, die unter anderem regelmäßig die Feuerwehrgerätehäuser prüft, hatte die Gemeinde ein Unternehmen mit einer Prüfung beauftragt. Die beiden Berichte gingen auseinander.

Einige Baustellen gebe es im Gerätehaus aber trotzdem: So könnten beispielsweise einige Spinde der Feuerwehrleute umgefahren werden, falls ein Feuerwehrmann beim Einparken nicht aufpassen würde. Daraus könnte eine Verletzungsgefahr entstehen. „In der Theorie“, wie Christian Vedder noch hinzufügt. Dennoch müsse die Gemeinde diesen Hinweisen natürlich nachgehen.

Angesprochene Probleme seien gut zu lösen

Insgesamt seien die einzelnen Probleme allerdings gut zu lösen. „Eine Schließung des Feuerwehrgerätehauses droht auf keinen Fall“, betont Christian Vedder.

Dennoch müsse einiges getan werden. „Allerdings nicht wegen der Unfalltechnik, sondern wegen des allgemeinen Zustands und des Alters der Einrichtungen“, erklärt der Bürgermeister.

Feuerwehrfrauen brauchen separate Toiletten und Duschen

Ein weiteres Thema seien beispielsweise getrennte Sanitärbereiche für Feuerwehrmänner und -frauen. Da immer mehr Frauen zur Feuerwehr gehören, müssten für die auch separate sanitäre Einrichtungen gebaut werden. Wie Feuerwehrleiter Udo Bußkamp auf Nachfrage erklärt, gibt es in den Reihen des Südlohner Löschzugs aktuell vier Feuerwehrfrauen. Noch einmal 15 weibliche Mitglieder gibt es in der Jugendfeuerwehr.

Dieses Problem lasse sich aber – so der Bürgermeister – relativ leicht lösen: „Oberhalb des Gerätehauses liegen ja noch Wohnungen. Das könnte man entsprechend umbauen und einrichten“, erklärt er.

Höhe der fälligen Investitionen ist noch nicht klar

Die Höhe der dort fälligen Investitionen mag Christian Vedder aber dennoch noch nicht abschätzen. Die weitere Planung erfolge nun in enger Abstimmung mit dem Ingenieur. „Wir wollen das einmal richtig machen“, sagt der Bürgermeister.

Trotz allem sei es aber gut, dass das Gerätehaus regelmäßig überprüft werde. „Nur weil wir etwas immer so oder so gemacht haben, muss das ja nicht gut sein“, erklärt er.

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