Vom Oedinger Elf-Mann-Betrieb zum Fenster-Spezialisten mit 400 Mitarbeitern in Deutschland

hzGerman Windows

Vor über 30 Jahren startete in Oeding eine kleine Firma mit elf Mitarbeitern. Heute ist der Gründer immer noch Chef. German Windows stellt an vielen Standorten in Deutschland Fenster her.

Südlohn

, 29.12.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Früher hieß die Firma Athleticos, um in den Gelben Seiten ganz vorne zu stehen. In Zeiten, in denen Fitness ein großer Markt ist, dachten viele bei dem Namen jedoch an etwas Sportliches – und für das Unternehmen war es Zeit für einen neuen Namen. Es musste eine Bezeichnung her, die auf das Produkt hinweist. „Damit war German Windows geboren“, sagt Denise Schiffer, die beim Unternehmen die Marketing- und Personalabteilung leitet.

Das Unternehmen aus Oeding stellt mittlerweile deutschlandweit Fenster und weitere Produkte her. „Wir haben in den vergangenen Jahren unsere Standorte kontinuierlich ausgebaut. Auch deshalb gab es die Überlegung, das ‚German‘ in den Namen zu nehmen“, erklärt die 32-Jährige. Mit dem neuen Namen ging auch ein Strategiewechsel einher.

Vom Oedinger Elf-Mann-Betrieb zum Fenster-Spezialisten mit 400 Mitarbeitern in Deutschland

Die Fenster bei German Windows werden aus Aluminium, Holz und Kunststoff hergestellt. © German Windows

Der Startschuss fiel 1984. Manfred Frechen, gebürtiger Oedinger und seit der Firmengründung Geschäftsführer, begann mit elf Mitarbeitern die Produktion von Fenstern und Haustüren aus Kunststoff. Zunächst stellte das Unternehmen Fenster aus Aluminium in der Industriestraße 2 her und konzentrierte sich auf den Direktverkauf. Anfang der 1990er-Jahre wurden die Vertriebsweges auf den Fachhandel ausgeweitet.

Umzug im Jahr 1998

Im Anschluss folgte ein stetiger Ausbau des Unternehmens – inklusive einer Erweiterung der Standorte. 1998 zog German Windows innerhalb Oedings in den Woorteweg 12 um, wo die Firma bis heute ihren Sitz hat. „Wir sind am alten Standort an Grenzen gestoßen. Deshalb brauchten wir Platz, den wir zum Glück in unmittelbarer Nähe fanden“, sagt Denise Schiffer, die Tochter des Geschäftsführers.

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Seit dem Jahr 2007 wurde neben Berlin – wo bereits 1996 ein zusätzliche Produktionsstätte dazugekauft wurde – auch in Hohenkammer im oberbayerischen Landkreis Freising produziert. Vier Jahre später kam Dresden als Standort hinzu.

In diesem Jahr erfolgte dann eine weitere Expansion zusammen mit einer Erweiterung der Produktpalette: Am Standort Rammenau im Landkreis Bautzen in Sachsen werden nun Fenster aus Holz hergestellt. Ebenfalls in diesem Jahr vergrößerte das Unternehmen die Produktions- und Lagerfläche am Berliner Standort, die verdoppelt wurden.

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Manfred Frechen ist Gründer, Inhaber und Geschäftsführer von German Windows. © German Windows

Damit ist die Firma seit langer Zeit über ganz Deutschland verteilt. „Ein Aspekt des deutschlandweiten Ausbaus war auch, dass wir eine gewisse Effizienz der Logistik in Bezug auf die aktuellen Entwicklungen des Klimas anstreben“, sagt die Leiterin der Marketing- und Personalabteilung. Und Prokurist Helmut Paß ergänzt: „Wir sehen einen besonderen Mehrwert in der persönlichen Nähe zum Kunden.“

Investition in Lager- und Produktionsflächen

Auch der Standort Oeding wurde in den vergangenen Jahren stetig ausgedehnt: Beispielsweise wurde das Verwaltungsgebäude am Hauptwerk 2012 um- und angebaut. Neben Lager- und Produktionsflächen wurde zudem auch immer wieder in Maschinen investiert. Zudem wurde der Vertrieb stetig erweitert: „Aktuell verfügen wir über 35 Verkäufer in Deutschland“, berichtet Denise Schiffer.

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German Windows hat vor kurzem seine Lager- und Produktionsflächen in Berlin-Mariendorf erweitert. © German Windows

Momentan gehören neben Fenster auch Schiebe-, Haus- und Objekttüren zum Portfolio des Unternehmens. Zudem werden auch Rollläden hergestellt. Besonders stolz ist die Firma darauf, dass sie nun zu den „Vollsortimenter“ gehört. „Durch die Dazugewinnung des Standortes Rammenau können wir nun neben Aluminium und Kunststoff auch Holz anbieten“, berichtet die 32-Jährige voller Freude.

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Damit geht German Windows auch mit dem Trend. Die Wünsche der Kunden werden immer individueller – auch was das Material betrifft. Eine weitere aktuelle Entwicklung: Viele Menschen, die ein Haus bauen, setzen auf bodentiefe Fenster. „Dementsprechend werden die Fensterflächen immer größer. Die Leute wollen, dass mehr Licht einfällt“, beschreibt Denise Schiffer.

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Denise Schiffer leitet den Marketing- und Personalbereich bei German Windows. © Maximilian Konrad

Momentan beschäftigt die Firma an allen Standorten insgesamt 400 Mitarbeiter. Davon sind mehr als die Hälfte am Hauptwerk in Oeding angestellt. Bei Neuanstellungen braucht es nicht zwingend eine Handwerker-Ausbildung, um bei German Windows eine Beschäftigung zu bekommen. „Wir arbeiten häufig mit un- beziehungsweise angelernten Kräften. Die Mitarbeiter gewöhnen sich schnell an die Abläufe“, sagt die Abteilungsleiterin.

Der Betrieb bildet auch aus – und das gleich in vier Bereichen: Industriekaufmann, Kaufmann für Büromanagement, Metallbauer Fachrichtung Konstruktionstechnik und Verfahrensmechaniker Kunststoff und Kautschuk, Fachrichtung Fenstertechnik kann man bei German Windows werden.

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German Windows verfügt deutschlandweit über sechs Produktionsstandorte. © German Windows

Für das kommende Jahr plant das Unternehmen erstmals eine hauseigene Messe über zwei Tage. Am 22. und 23. April werden die neuesten Trends der Branche präsentiert. Workshops, Vorträge und kurze Impulse sollen sich dann abwechseln. Für eine Teilnahme an der Messe kann man sich auf der Internetseite bis 31. Januar anmelden. „Wir rechnen mit etwa 200 Gästen pro Tag“, blickt die Leiterin der Marketing- und Personalabteilung schon mal voraus.

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