Immer mehr Gäste machen Kurzurlaub an der Grenze

Tourismuszahlen

9038 Gäste kamen in den ersten drei Quartalen 2016 nach Südlohn und Oeding. Sie verbringen in der Gemeinde ihre Freizeit oder sind geschäftlich zu Besuch. "Auch unsere Angebote werden gut angenommen", freut sich der hauptamtliche Mitarbeiter Philipp Ellers vom Gemeindemarketingverein Somit.

SÜDLOHN

, 29.11.2016, 18:57 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Kommiesenpatt beidseits der Grenze ist bei Touristen beliebt.

Der Kommiesenpatt beidseits der Grenze ist bei Touristen beliebt.

Von Januar bis September 2016 gab es 17317 Gästeübernachtungen, das zeigen die neuesten Zahlen des Landesbetriebs IT NRW (Information und Technik). Im Vergleich mit demselben Zeitraum im Vorjahr ist das ein Plus von 10,5 Prozent. Unter den Gästen befanden sich auch viele Menschen aus dem Ausland. "Die Auslastung der drei Hotels und der fünf Ferienwohnungen ist gut gewesen", zieht Philipp Ellers eine positive Bilanz. 159 Betten stehen Gästen in Südlohn und Oeding zur Verfügung. Deren mittlere Auslastung beträgt 40,4 Prozent. Zudem kamen viele Touristen, die an Gruppen- oder Individualangeboten teilgenommen haben.

Insgesamt 9038 ankommende Gäste, darunter 1137 Gäste aus dem Ausland, zählte IT NRW bislang in diesem Jahr. Die meisten bleiben 1,8 Tage - diese Verweildauer haben die Statistiker errechnet.

Niederländer wandern gern

Insgesamt liegt der Anteil der niederländischen Gäste laut Ellers bei circa 35 Prozent. "Die Niederländer haben das Wandern für sich entdeckt, wohingegen viele Deutsche das Westmünsterland vor allem als Fahrrad-Destination mit grenzüberschreitenden Fahrradwegen in den Achterhoek schätzen", sagt Philipp Ellers. Als Beispiel nennt er den beliebten "Kommiesenpatt", einen ehemaligen Zöllner- und Schmugglerpfad beiderseits der Grenze. "Solche und andere Angebote ziehen die Menschen nach Südlohn", erklärt er.

Südlohn sei der perfekte Ausgangspunkt, um das westliche Münsterland und das niederländische Grenzgebiet zu erkunden, findet der Marketingexperte. Ziel des Somit (Südlohn-Oeding Marketing Information und Touristik) sei es, den Tourismussektor in der Region auch in Zukunft zu stärken. Darum werde versucht, auf die Wünsche der Gäste einzugehen. So werden verschiedene Tagesausflüge angeboten, wie zum Beispiel das grenzenlose Genusserlebnis ins niederländische Winterswijk.

Sehenswertes im Ort

Dieses Erlebnis gibt es sowohl als Bus- als auch als Radtour und ist laut Ellers das beliebteste Angebot des Gemeindemarketingvereins Somit. Die Schokoladenmanufakturen im Turmhaus oder am Grenzübergang Oeding, das Maislabyrinth an der Borkener Straße oder der sehenswerte Burgturm Oeding sind nur einige Ausflugsziele in der Gemeinde, die von Somit auf ihrer Internetseite beworben werden.

Auch mehrtägige Ausflüge kommen bei den Gästen gut an. 34 Gruppen zwischen vier und 52 Personen und mit einer Aufenthaltsdauer von einem bis zu acht Tagen konnte der Somit 2016 begrüßen. 2015 waren es 31 Gruppen. Der Umsatz des Vereins konnte so durch Gruppenbuchungen gegenüber 2015 um rund 40 Prozent gesteigert werden. Was das in absoluten Zahlen für die Tourismuswirtschaft in Südlohn heißt, möchte Philipp Ellers erst bei der nächsten Mitgliederversammlung verraten.

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