In Meddings Garten setzen bunte Blumen die Formgehölze in Szene

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Es ist bunt und es summt und brummt im Garten von Bernadette und Gerd Medding. Rosen und Stauden, verwinkelte Pfade in verschiedenen Materialien und Formgehölze machen den Garten aus.

Südlohn

, 03.07.2020, 17:50 Uhr / Lesedauer: 3 min

800 Quadratmeter groß ist das Grundstück von Bernadette und Gerd Medding in Südlohn. Wer vor dem Haus parkt, sieht, dass schon vor dem Haus viele Quadratmeter „zu beackern“ sind. „Das ist der Garten für die Leute“, sagt Gerd Medding schmunzelnd. „För de Lö“, wie man so treffend auf Platt sagt. Und „die Leute“ haben auch vor dem Eckhaus an der Lohner Straße schon einiges Bunte zu entdecken. Als Gerd Medding aber die Tür zum hinteren Garten öffnet, wird es noch bunter und grüner. Ein kleines, aber feines Paradies. Vor allem für das Ehepaar selbst.

Von Sitzecken führen kleine Pfade durch bunte Beete

Der Garten ist gestaltet, es gibt Sitzecken, kleine Pfade führen durch Beete oder um sie herum. Aber: Die Natur darf sich entfalten im Garten von Bernadette und Gerd Medding. Wo etwas aufschlägt, darf es seinen Platz behalten. Stockrosen sind so ein Beispiel: Geschätzte 1,80 Meter hoch und mit vielen Blüten reckt sich ein Exemplar an einer sonnigen Stelle dem Himmel entgegen, nur zwei Meter weiter rechts kommt eines nur auf die Hälfte der Höhe. Die Stockrose steht im Schatten, hat aber da auch ihre Existenzberechtigung.

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Der Garten bei Meddings hat drei Kennzeichen: Es ist bunt, es gibt viele verschiedene Rosen und einige Formgehölze. Stichwort bunt: Die Blumen und Stauden leuchten in Gelb, Rot, Orange, Pink oder Lila und ergeben zusammen – natürlich – ein Paradies für Insekten. „In den vergangenen Jahren haben wir jedes Jahr ein Stück Rasen mehr weggestochen“, erzählt Gerd Medding. Statt Rasen – der genauso wie die Stauden auch nicht gewässert werden – gibt es nun die bunten Beete und Pfade in verschiedenen Materialien und Farben.

Formgehölze fallen ins Auge – wie der „Aschenbecher“

Die Formgehölze fallen ins Auge. Vor allem der große „Aschenbecher“, wie die Meddings den in Form gebrachten Lebensbaum nenne. „Ich bin schneller mit der Handschere“, beantwortet Bernadette Medding die Frage nach dem Werkzeug. Einmal im Jahr schneidet sie per Hand. Etwa zwei Stunden, so erzählt die Südlohnerin, brauche sie für den Aschenbecher. An anderer Stelle windet sich das Grün wie eine Girlande um den Stamm, das nächste Formgehölz dreht sich in vollem Grün nach oben.

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Bunte Blütenpracht in Meddings Garten

Bunt ist es im Garten von Bernadette und Gerd Medding. Stauden, Rosen und Formgehölze spielen optisch gut zusammen.
03.07.2020
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Bunt ist es im Garten der Meddings an der Lohner Straße. So gefällt es den beiden Südlohnern, die von Sitzgelegenheiten aus die verschiedenen Anblicke genießen.© Anne Winter-Weckenbrock
Gerd und Bernadette Medding an einem ihrer Lieblinsgplätze in ihrem Garten hinterm Haus. Es ist bunt, und es weht ein leichter Duft von Lavendel und Rosen.© Anne Winter-Weckenbrock
Formgehölzebilden Blickfänge in Meddings Garten. Bernadette Medding schneidet die Formen mit einer großen Gartenhandschere selbst. Hier der "Aschenbecher". © Anne Winter-Weckenbrock
Der Garten ist nicht überladen mit Deko - aber hier und da ist eine Figur in Szene gesetzt.© Anne Winter-Weckenbrock
Formgehölzebilden Blickfänge in Meddings Garten. Bernadette Medding schneidet die Formen mit einer großen Gartenhandschere selbst.© Anne Winter-Weckenbrock
Lauschige Plätzchen und Wege mit unterschiedlichsten Materialien haben Gerd und Bernadette Medding angelegt.© Anne Winter-Weckenbrock
Bunt ist es im Garten der Meddings an der Lohner Straße. Unten hier im Bild ein altes Stück Apfelbaumstamm, von Moos überwuchert. © Anne Winter-Weckenbrock
Bunt ist es im Garten der Meddings an der Lohner Straße. So gefällt es den beiden Südlohnern, die von Sitzgelegenheiten aus die verschiedenen Anblicke genießen.© Anne Winter-Weckenbrock
Formgehölzebilden Blickfänge in Meddings Garten. Bernadette Medding schneidet die Formen mit einer großen Gartenhandschere selbst.© Anne Winter-Weckenbrock
Bunt ist es im Garten der Meddings an der Lohner Straße. So gefällt es den beiden Südlohnern, die von Sitzgelegenheiten aus die verschiedenen Anblicke genießen.© Anne Winter-Weckenbrock
Diese Ecke vor dem Haus nennen die Meddings "Sofaecke".© Anne Winter-Weckenbrock
Lauschige Plätzchen und Wege mit unterschiedlichsten Materialien haben Gerd und Bernadette Medding angelegt.© Anne Winter-Weckenbrock
Der Garten ist nicht überladen mit Deko - aber hier und da ist eine Figur in Szene gesetzt.© Anne Winter-Weckenbrock
Formgehölzebilden Blickfänge in Meddings Garten. Bernadette Medding schneidet die Formen mit einer großen Gartenhandschere selbst.© Anne Winter-Weckenbrock
Mohnkapseln und Samen: Bernadette Medding vervielfältigt und teilt vieles aus ihrem Garten. Der Mohnsamen wird großzügig verteilt und darf wachsen, wo er gedeiht.© Anne Winter-Weckenbrock
Der Garten ist nicht überladen mit Deko - aber hier und da ist eine Figur in Szene gesetzt.© Anne Winter-Weckenbrock
Diese Rose gedeiht dieses Jahr besonders gut. Insgesamt haben die Meddings 80 Rosen im Garten, als Bodendecker, Stamm oder Strauch.© Anne Winter-Weckenbrock
Lauschige Plätzchen und Wege mit unterschiedlichsten Materialien haben Gerd und Bernadette Medding angelegt.© Anne Winter-Weckenbrock
Lauschige Plätzchen und Wege mit unterschiedlichsten Materialien haben Gerd und Bernadette Medding angelegt.© Anne Winter-Weckenbrock
Bunt ist es im Garten der Meddings an der Lohner Straße. So gefällt es den beiden Südlohnern, die von Sitzgelegenheiten aus die verschiedenen Anblicke genießen.© Anne Winter-Weckenbrock
Lauschige Plätzchen und Wege mit unterschiedlichsten Materialien haben Gerd und Bernadette Medding angelegt.© Anne Winter-Weckenbrock
Bunt ist es im Garten der Meddings an der Lohner Straße. So gefällt es den beiden Südlohnern, die von Sitzgelegenheiten aus die verschiedenen Anblicke genießen.© Anne Winter-Weckenbrock
Bunt ist es im Garten der Meddings an der Lohner Straße. So gefällt es den beiden Südlohnern, die von Sitzgelegenheiten aus die verschiedenen Anblicke genießen.© Anne Winter-Weckenbrock
Diese Rose ist eigentlich eine Bodendeckerrose - hat sich aber, weil sie nicht beschnitten wurde, den Stamm des alten Apfelbaums zum Wuchern ausgesucht. Schöner können Vögel nicht ihre Körner picken.© Anne Winter-Weckenbrock
Eine lauschige Ecke. Die Hecke ist eine Eibenhecke. Mit Eibe hat Bernadette Medding auch einige Beete eingesäumt, nachdem der Zünsler den Buchsbaum zerstört hat.© Anne Winter-Weckenbrock
© Anne Winter-Weckenbrock
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© Anne Winter-Weckenbrock
Bunte Blütenpracht in Meddings Garten© Familie Medding
Bunte Blütenpracht in Meddings Garten© Familie Medding
Bunte Blütenpracht in Meddings Garten© Familie Medding
Bunte Blütenpracht in Meddings Garten© Familie Medding

Auch die Eibenhecke hinter der Steinbank schneidet sie in Form, keine gerade Kante, sondern eine geschwungene Oberkante hat Bernadette Medding der Hecke verpasst. Daneben winden sich Rosen, die eigentlich Bodendeckerrosen sind, um den Stamm eines gefällten Apfelbaums. Die vielen rosa Blüten ranken nach oben und haben schon das Vogelhäuschen erreicht. „Ich habe sie einfach nicht beschnitten“, so Bernadette Medding.

80 verschiedene Rosen in schönen Farben

Ungefähr 80 Rosen haben sie im Garten. Manche blühen jedes Jahr prächtig, manche nur alle paar Jahre. Ein Rosenstock ist verfroren und rankt sich nicht wie vorgesehen übers Gitter, sondern nur am Boden entlang. „Die muss ich im Herbst radikal zurückschneiden“, weiß die Südlohnerin. Und dann heißt es, auf den nächsten Sommer zu warten.

Bunt ist es im Garten der Meddings an der Lohner Straße. So gefällt es den beiden Südlohnern, die von Sitzgelegenheiten aus die verschiedenen Anblicke genießen.

Bunt ist es im Garten der Meddings an der Lohner Straße. So gefällt es den beiden Südlohnern, die von Sitzgelegenheiten aus die verschiedenen Anblicke genießen. © Anne Winter-Weckenbrock

Die Meddings mögen verschiedenfarbige Rosen. „Aber fragen Sie nicht nach den Namen“, wehren die beiden lachend ab. Sie kaufen die Rosen nach Aussehen. Bunt soll es schließlich sein in ihrem Garten. Vieles hat Bernadette Medding auch selbst vervielfältigt, gezogen oder geteilt. Beispiel Mohn: Sie sammelt die Kapseln und sät im späten Herbst die Samen großzügig aus. „Da, wo er wächst, da wächst er. Wo nicht, da nicht“, erklärt sie ihre Gartenphilosophie.

Garten ist nicht mit Deko überladen

Das gilt ebenso für Ringelblumen, für die weißen und pinken Lichtnelken oder Tausendschön. „Die Stauden dürfen ruhig ineinander wachsen, dass keine Erde zu sehen ist, ist gewollt“, sagt Gerd Medding. Ebenso gewollt sei, das der Garten „nicht mit Deko überladen ist“. Hier und da ist eine Figur zu sehen, eine Frauenbüste ist von pinken Rosen umrahmt, ein Frosch lugt aus reinem Grün hervor und ein gelber Zwerg steht im Grün der Rosen. „Das reicht“, so der 66-Jährige.

Mohnkapseln und Samen: Bernadette Medding vervielfältigt und teilt vieles aus ihrem Garten. Der Mohnsamen wird großzügig verteilt und darf wachsen, wo er gedeiht.

Mohnkapseln und Samen: Bernadette Medding vervielfältigt und teilt vieles aus ihrem Garten. Der Mohnsamen wird großzügig verteilt und darf wachsen, wo er gedeiht. © Anne Winter-Weckenbrock

An verschiedenen Stellen im Garten stehen Stühle, auf denen nehmen Bernadette und Gerd Medding gern Platz, machen Pause, schauen sich ihren Garten an und entwickeln neue Ideen. Die Pfade, mal mit Mulch, mal mit Kies bedeckt, sind Gerd Meddings Metier. „Wir haben uns hier und da in anderen Gärten oder Schaugärten schon mal was abgeguckt“, erzählt der Südlohner. Aber auch eigene Ideen entwickelt.

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Hier und da kaufen sie eine Pflanze, aber vieles zieht Bernadette Medding auch selbst. So wie den Sonnenhut: „Die Blütenknopsen auf den Kopf in den Sand stecken, dann kommen sie raus“, verrät die Südlohnerin. „Ich habe lieber was Dauerhaftes“, erklärt die 60-Jährige ihre Vorliebe für Stauden. Ein paar Sommerblumen wie rote Geranien sind auch in Meddings Garten zu entdecken, bleiben aber die Ausnahme.

Vereinzeln, Samen aus Knospen ziehen, zurückschneiden, Hecken und Formgehölze schneiden, die Wege pflegen – wie viel Zeit verbringen die Meddings denn in ihrem Garten? „Ach“ , winkt Bernadette Medding ab, „das ist für mich keine Arbeit. Das ist Abschalten.“ Nach der Arbeit führt sie der Weg im Sommer mit Schere und Eimerchen durch den Garten. Gegossen werden nur ein paar Kübelpflanzen. Der Garten ist ein Projekt, das den beiden Freude macht. „Man ist ja immer dabei, wird nie fertig“, fasst es Gerd Medding zusammen.

Blicke in den Garten werfen

  • Die Redaktion der Münsterland Zeitung möchte gerne für ihre Leser Blicke in Gärten, auf Terrassen oder Balkone werfen, die sonst der Öffentlichkeit verborgen bleiben.
  • Haben Sie ein grünes oder bunt blühendes Paradies? Züchten Sie besondere Pflanzen oder gar Gemüse?
  • Wer seinen Garten vorstellen möchte, wird gebeten, sich per E-Mail an redaktion@muensterlandzeitung.de an die Redaktion zu wenden.
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