KAB greift Thema «prekäre Arbeit» auf

Informative Diskussion mit Chef einer Personalvermittlung

29.05.2007 / Lesedauer: 2 min

Oeding Prekäre Arbeit - mit diesem Thema beschäftigte sich der Bezirkstag der KAB im März dieses Jahres in Gronau - ein Thema, das auch die KAB Oeding jetzt vor Ort diskutiert hat. Prekäre Arbeitsformen seien immer Arbeit zweiter Klasse, so das Ergebnis einer Studie der wissenschaftlichen Arbeitsstelle des Nell-Breuning-Hauses. Unter prekäre Arbeit falle auch das Prinzip der Leiharbeit - eine Praktik, die den Menschen, die unter diesen Umständen arbeiten müssen, eine Planung für die Zukunft sehr schwer mache. Aus diesem Grund hatte die KAB Oeding den Chef der Personalvermittlung «more than work» in Südlohn, Josef Eiting, zu Gast. Eiting machte deutlich, dass Personaldienstvermittlung nicht gleich Personaldienstvermittlung sei. Wichtig sei der seriöse und gute Umgang miteinander. So hätten etwa Berufseinsteiger, die gerade ihre Prüfungen abgelegt haben, die Möglichkeit, Berufserfahrung zu sammeln, die ihnen später zugute kommen und ihnen den Einstieg in ein festes Arbeitverhältnis erleichtern. Auch für ältere Menschen mit ihrer Berufserfahrung könne sich ein solches Arbeitsverhältnis durchaus positiv entwickeln. Wer sich bei einer dieser Firmen bewerben möchte, sollte aber auf Seriosität und guten Umgang miteinander achten. Darauf wies Eiting besonders hin. Er konnte aber nicht verhehlen, dass es auf diesem Gebiet auch schwarze Schafe gibt. Das bestätigten einige der Anwesenden, die in ihren Betrieben mit Kollegen aus Leiharbeitervermittlungen andere Erfahrungen gemacht haben.

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