Kein Investor für das Therapiezentrum

Kuratorium will weiter suchen / Immense Sanierungskosten schrecken wohl ab

25.05.2007, 19:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Südlohn Weiteres Thema des Gesprächs mit der Münsterland Zeitung war die aktuelle Situation in Sachen Therapiezentrum (Münsterland Zeitung berichtete mehrfach). Nachdem am 30. September vergangenen Jahres der Betrieb der Zentrums eingestellt worden war - seinerzeit vom Kreis Borken, wie Georg Beckmann betonte -, wurde in der Nachfolgetitel Ausschau nach einem Investor gehalten, der die marode Anlage übernehmen und grundsanieren würde. Allerdings bislang ohne Erfolg. Der Bürgermeister resümierte: «Ein halbes Dutzend Interessenten haben sich gemeldet, aber alle haben abgewunken, als sie die Höhe der Sanierungskosten erfuhren.» Das Kuratorium des Henricus-Stifts hatte im Vorfeld einen Architekten eingeschaltet, der in einem Gutachten die für eine Grundsanierung erforderliche Mindestsumme auf rund 1,7 Millionen Euro taxierte. Pfarrer Stefan Scho äußerte Verständnis für die Absagen: «Das war den möglichen Investoren eindeutig zu viel.» Und aus dem selben Motiv hatte auch das Kuratorium in seiner jüngsten Sitzung vor 14 Tagen beschlossen, wegen dieser immensen Sanierungskosten des Therapiezentrums «davon die Finger zu lassen», wie es der Bürgermeister ausdrückte. Man werde jetzt weiter nach Investoren suchen, so die Beschlusslage des Kuratoriums, zumal auch derzeit kein konkreter Handlungsbedarf bestehe. Insbesondere gehe, so die ausdrückliche Feststellung von Beckmann und Scho, von dem geschlossenen Therapiezentrum im derzeitigen Zustand keinerlei Gefahr für die Anwohner des Stifts aus. geo

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