Künstler aus Südlohn und Oeding bringen ihr Publikum im Haus Wilmers zum Staunen

hzSüdlohner Talente

Bei der Kunstausstellung „Südlohner Talente“ im Haus Wilmers hatten die Besucher einiges zu bestaunen. Unter anderem drei hölzerne Elefanten.

Südlohn

, 08.04.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Drei Elefanten – das ist der Titel eines der Bilder, mit denen Ludger Wilmers seine eigene kleine Ausstellung im Dachgeschoss des Hauses Wilmers gestaltet hat. Am Wochenende fand wieder die Ausstellung „Südlohner Talente“ statt. Seit mehr als 15 Jahren gibt es diese Ausstellungs-Serie im Haus Wilmers inzwischen, an der sich zahlreiche heimische Kunstschaffende mit ihren Werken beteiligen – ein künstlerischer Querschnitt der Doppelgemeinde auf drei Etagen.

Elefanten auf dem Parkett

„Drei Elefanten“ – das sind auf den ersten Blick drei unterschiedlich eingefärbte Parkettplanken in einem gemeinsamen Rahmen. Zwei Besucherinnen stehen vor dem Werk und schauen konzentriert. Ludger Wilmers steht seitlich und fragt schelmisch: „Na, habt ihr sie schon entdeckt?“ Weiteres angestrengtes Schauen, dann die Erkenntnis: „Hier, in der Mitte, der braune Elefant.“ Und dann geht es schnell: Links wird der grüne entdeckt, rechts der gelbliche. „Jeder Betrachter schaut anders und findet anderes“, erklärt der Südlohner seine Philosophie, die er für jeden Besucher gerahmt zusammengefasst hat: „Der Sinn der Kunst ist nicht, zu erklären oder erklärt zu werden, auch nicht, jedermann zu gefallen. Der Sinn der Kunst, so sie denn einen hat, ist das Zwiegespräch, das sie auslösen kann.“

Bilder, Holzobjekte oder klare, aufs Wesentliche reduzierte Formen – die künstlerische und höchst originelle Ausdrucksweise von Ludger Wilmers wird stets begleitet von einem schelmischen Augenzwinkern.

Künstler aus Südlohn und Oeding bringen ihr Publikum im Haus Wilmers zum Staunen

Dass es auch in Südlohn viele Kunst-Talente gibt, zeigt eine Ausstellung im Haus Wilmers. © Georg Beining

Bis die Besucher oben im Dachstübchen angekommen sind, haben sie bereits eine Menge gesehen: etwa die farbenfrohen Filzarbeiten der Oedingerin Barbara Kaspar in der Bürgerstube im Erdgeschoss.

Ruhige Gespräche

Inzwischen herrscht an diesem Samstag pünktlich zur Kaffeezeit erheblicher Betrieb auf allen drei Etagen. Im „Künstlercafé“, wie immer im Zwischengeschoss eingerichtet, gibt es längst keinen freien Tisch mehr. Die Theke mit den selbstgebackenen Kuchen und Torten ist umlagert.

Jetzt ist es allein im großen Wiegboldsaal noch ein wenig entspannter. Ruhige und freundliche Gespräche zwi-schen Künstlern und Besuchern sind hier zu vernehmen. Christiane Schlettert freut sich: „Ich habe schon ein Yoga-Kissen verkauft.“ Und Sonntag ist ja auch noch ein Tag. Die Oedingerin wird am Ende wohl nicht mehr viele ihrer Ausstellungsobjekte mit zurück in ihr Zuhause in der Grenzgemeinde nehmen können.

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