Lidl-Markt ist abgerissen – Baubeginn für Edeka noch dieses Jahr geplant

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Der Abrissbagger war in den vergangenen Tagen an der Straße „Am großen Busch“ in Südlohn im Einsatz. Der Lidl ist nun endgültig Vergangenheit, ein Edeka soll die Zukunft sein.

Südlohn

, 02.10.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nur noch ein Haufen Schutt ist übrig vom ehemaligen Lidl-Markt an der Straße „Am großen Busch“. Der seit 2016 leer stehende Supermarkt wurde in den vergangenen Tagen abgerissen. Damit ist dieses Kapitel nun endgültig beendet.

Das nächste soll in Kürze beginnen. Der Rat der Gemeinde Südlohn wird sich am Mittwoch, 7. Oktober, mit den Plänen eines Edeka-Marktes auf dem Grundstück befassen. Auf der Tagesordnung steht sowohl die Änderung des Flächennutzungsplanes als auch der vorhabenbezogene Bebauungsplan und die Genehmigung des Durchführungsvertrages. Letzteres wird in nichtöffentlicher Sitzung zu Beginn behandelt.

Edeka-Markt soll 1300 Quadratmeter Verkaufsfläche haben

Die Pläne für das Grundstück in Südlohn sind seit knapp einem Jahr bekannt. Das Unternehmen Stroetmann aus Münster hat die Immobilie gekauft und den Abriss veranlasst. „Wir planen einen 1300 Quadratmeter großen Edeka plus Räume für einen Bäcker“, sagt Projektleiter Torben Döring. Zum Vergleich: Der Lidl hatte rund 800 Quadratmeter Verkaufsfläche.

Der Lidl-Markt wurde in den vergangenen Tagen abgerissen.

Der Lidl-Markt wurde in den vergangenen Tagen abgerissen. © Hubert Schmeing

„In dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan wird ganz genau festgelegt, was das Unternehmen dort bauen darf und was nicht“, erklärt Bürgermeister Christian Vedder. Torben Döring hofft, dass der Rat am Mittwoch den Plänen zustimmt und das Bebauungsplanverfahren beendet. Das ist vor einem Jahr gestartet und inzwischen liegen die Stellungnahmen aus den Öffentlichkeitsbeteiligungen vor. Zu genau 50 Punkten hat die Gemeinde eine Beschlussempfehlung formuliert. Darüber werden nun die Ratsmitglieder abwägen.

Bauarbeiten sollen noch vor dem Winter beginnen

„Der nächste Schritt ist die Genehmigung durch die Bezirksregierung, aber das ist eher ein formeller Akt“, sagt Torben Döring. Viel wichtiger sei die Entscheidung des Kreises Borken, der die Baugenehmigung ausstellen muss. „Die Pläne liegen bereits vor, aber es geht erst weiter, wenn der Rat den Bebauungsplan und den Flächennutzungsplan beschlossen hat“, erklärt der Projektleiter.

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Wenn alles nach Plan läuft, sollen die Bauarbeiten für den neuen Edeka-Markt noch vor dem Winter beginnen. Wann der Neubau fertig sein soll, kann Torben Döring nicht sagen. Da sei man ja vor allem vom Wetter abhängig.

Der Edeka-Markt an der Bahnhofstraße soll auf jeden Fall so lange geöffnet bleiben, bis der neue Markt fertig ist. Dann zieht Filialleiterin Anja Beyer mit ihrem Team und dem Sortiment um. Und erst dann möchte das Unternehmen Stroetmann sich damit beschäftigen, was mit diesem alten Standort passieren soll.

Musiker haben noch vor dem Abriss neue Proberäume gefunden

Der Lidl „Am großen Busch“ ist nun auf jeden Fall Geschichte. Schon vor Monaten wurde in dem Supermarkt die Inneneinrichtung ausgeräumt. In dem großen leeren Raum haben einige Musiker ein neues Zuhause gefunden. Seit Mitte Juni haben die Musikkapelle Südlohn und der Chor Gospel and Sound den Supermarkt als Probenraum genutzt. Schließlich war dort genug Platz, um die coronabedingten Abstände einzuhalten.

Die Musikkapelle Südlohn probt derzeit in ungewöhnlicher Umgebung und zwar in einer Industriehalle.

Die Musikkapelle Südlohn probt derzeit in ungewöhnlicher Umgebung und zwar in einer Industriehalle. © Musikkapelle Südlohn

Doch nur wenige Wochen nach Zustandekommen dieser Lösung stand der Abrissbagger vor der Tür. Die Musiker haben noch vor dem Abriss neue Proberäume gefunden. Die Musikkapelle Südlohn trifft sich nun regelmäßig in einer Industriehalle des Unternehmens Gebrüder Robers.

Die Musikkapelle Südlohn, die zuvor im Lidl-Markt geprobt hat, ist jetzt in einer Industriehalle untergekommen.

Die Musikkapelle Südlohn, die zuvor im Lidl-Markt geprobt hat, ist jetzt in einer Industriehalle untergekommen. © Musikkapelle Südlohn

„Tagsüber wird diese Halle zum Beladen von Lkw genutzt. Der Platz, der dort zum rangieren frei ist, ist für uns immer noch groß genug“, sagt der Vorsitzende der Musikkapelle Manfred Wanning. Wenn die Mitarbeiter der Firma also Feierabend haben, ziehen die Musiker ein. Das Unternehmen sei auf die Musikkapelle zugekommen, so Wanning.

Auch der Chor Gospel and Sound ist „unter Dach und Fach“, wie die Vorsitzende Miriam Cilas es ausdrückt. „Wir proben mittlerweile im Festsaal Terhörne.“ Dort hat der Chor rund 700 Quadratmeter Platz – genug, um die Corona-Regeln einhalten zu können.

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