Mittelaltermarkt wird einige Nummern kleiner und zieht auf den Kirmesplatz um

hzVeranstaltung im Oktober

Einen Mittelaltermarkt wie 2018 im Baugebiet Burloer Straße-West wird es 2019 in Oeding nicht mehr geben. Der Organisator plant für dieses Jahr einige Nummern kleiner – und erklärt warum.

Südlohn

, 18.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Markus Rehagel hatte im Oktober 2018 für seinen Mittelaltermarkt groß aufgefahren: Bands, Schausteller, verschiedene Akrobaten, eine Pferde- und Rittershow und eine Falknerei hatte er nach Oeding geholt. Auf der Wiese im Baugebiet Burloer Straße-West hatten die Mittelalterfans ihr Lager aufgeschlagen. Doch der große, durchschlagende Erfolg blieb aus.

Besucher wollen schlendern, aber keinen Eintritt zahlen

Es haperte nicht unbedingt an der Zahl interessierter Besucher. Mit der reinen Zahl der Leute war Marcus Rehagel damals recht zufrieden. Auch weil das Wetter nicht ideal war: relativ kalt, regnerisch und windig. Dennoch: „Die Leute wollen sich das wohl ansehen und auch über den Markt schlendern“, sagt Marcus Rehagel. Nur mit dem Eintritt hätten sich viele nicht anfreunden können. Und das hätten Organisatoren wie Händler auf dem groß angelegten Markt im vergangenen Jahr zu spüren bekommen. Fünf bis acht Euro kosteten die Eintrittskarten – für viele offenbar zu viel. Einiger Ärger darüber entlud sich später auch in den sozialen Netzwerken.

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Für Markus Rehagel führt bei der großen Marktausgabe aber kein Weg am Eintritt vorbei. Sein Problem: Die Kosten laufen ihm davon. Die gebuchten Bands, der hohe Aufwand für Vorbereitung, Aufbau und Show – in Oeding hat sich das im vergangenen Jahr einfach nicht gerechnet. „Eigentlich wollte ich gar keine kleinen Märkte mehr organisieren“, sagt Marcus Rehagel im Gespräch mit unserer Redaktion. Nur weil die Gemeinde ihn gebeten habe, sei er noch einmal in die Organisation in Oeding eingestiegen.

Somit steht hinter dem Mittelaltermarkt

„Wir freuen uns natürlich, dass er das nochmal macht“, sagt Philipp Ellers von Südlohn-Oeding-Marketing-und Touristik (Somit). Als Privatveranstalter müsse der natürlich auch auf die Zahlen achten. In mehreren Gesprächen habe er mit dem Veranstalter diesen Weg gefunden. „Wir stehen voll hinter dem Markt“, so Philipp Ellers.

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Jetzt also eine Nummer kleiner: Auf dem Kirmesplatz sollen vom 25. bis 27. Oktober die Händler und Schausteller ihre Zelte aufstellen – parallel zur Herbstmeile und dem verkaufsoffenen Sonntag in Oeding. Ohne Show, ohne große Bühne, ohne Reiterei. „Das wird eigentlich nur ein reiner Markt“, sagt er. Wie viele Stände es genau werden, mag Marcus Rehagel im Moment noch nicht endgültig abschätzen. „So um die 20 Schausteller werden es wohl werden“, sagt er. Das sei aber aktuell noch ein wenig in der Schwebe.

Eine Nummer größer wird es einen Monat vorher in Borken: Dort organisiert Marcus Rehagel zusammen mit Markus Beyer (alias Bruder Bommek) das Terra Anno-Festival. Dort werden auch verschiedene Bands auftreten.

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