Nachwuchsprogrammierer der von-Galen-Schule treten selbstbewusst beim Landesfinale an

hzRoboterwettbewerb

Die Robotik-AG der Oedinger Grundschule ist eine kleine Erfolgsgeschichte, die weiter wachsen möchte. Den zwei Landesmeistertiteln aus den Vorjahren soll am Samstag der dritte folgen.

von Alex Piccin

Oeding

, 06.04.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Noch ist Sebastian Terhart ganz entspannt und vermittelt seinen Schülern die nötige Ruhe beim Testlauf durch den Roboterparcours. Doch am Samstag in Mülheim an der Ruhr wird er sich als größter Fan seines Teams „Robogang VGS“ erweisen, da ist er sich sicher. Dort findet das Finale des landesweiten ZDI-Roboterwettbewerbs statt. Die Kinder der Oedinger von-Galen-Schule haben sich dafür beim Vorentscheid in Ahaus qualifiziert (wir berichteten).

Das Herzstück des Ganzen ist die fahrbare Programmiereinheit.

Das Herzstück des Ganzen ist die fahrbare Programmiereinheit. © Alex Piccin

„Mittels der Lego-Mindstorm-Produkte lernen sie auf symbolischer und ikonischer Ebene spielerisch das Programmieren“, erklärt Terhart. Mithilfe einer App auf dem Tablet oder am PC versehen die Schüler den Roboter mit sogenannten „Wenn-Dann-Abfragen“. Der verfügt über optische und Tastsensoren. Das funktioniert auch im Grundschulalter ganz gut, denn die von-Galen-Schüler gehen mit zwei Finalsiegen in die dritte Auflage des Wettbewerbs für Dritt- und Viertklässler.

Titelverteidiger

Vor vier Jahren hat Sebastian Terhart die Roboter-AG an der Oedinger Schule ins Leben gerufen. Mit jedem Jahr steigt die Nachfrage: „Es ist sehr schwer, eine Auswahl zu treffen.“ Acht Kinder können sich aktuell mit den kleinen Robotern beschäftigen. Die Anschaffung weiterer Lehr- und Lernkästen ist relativ kostspielig. Mit mindestens 400 Euro schlagen diese Pakete zu Buche. Dank der Preisgelder 2018 und 2019 war die Schule in der Lage, den „Fuhrpark“ aufzustocken.

Daran möchte sich die „Robotergang VGS“, wie die Schüler sich nennen, messen. „Wir arbeiten gut zusammen und streiten uns nicht“, nennt Theresa zwei Pluspunkte ihrer Gruppe. David ist sich sicher, dass am Samstag erneut der erste Preis drinsitzt: „Vermutlich sind wir die einzigen, die die fünf bunten Container eingebaut haben. Diese Station allein bringt 100 Punkte.“

Präzise Vorbereitung

Beim Testlauf am Donnerstagvormittag läuft nicht alles so glatt, wie die Kinder es sich erhofft haben. Eine schwache Generalprobe ist aber in der Regel ein gutes Zeichen für die Premiere. Das glaubt auch Terhart, der seine Schüler mit ruhigen Worten versucht, die Nervosität zu nehmen: „Kleinste Veränderungen am Startpunkt können auf dem Parcours den Lauf beeinträchtigen.“

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Oedinger Grundschüler beim Roboter-Wettbewerb 1

So fuhr der Roboter aufgrund einer kleinen Abweichung nicht perfekt aufs Ziel zu. Eine Kurve passte beim weißen Container auch noch nicht. „Das schauen wir uns im Programm noch einmal an“, gibt Terhart seinen Schützlingen vor dem Weg in die Pause mit. Auch der Ladestand des Akkus muss bedacht werden. Im Testlauf hatte der Motor zu viel Energie, war entsprechend zu schnell unterwegs und es kam zu Ungenauigkeiten.

Vier Monate tüfteln

Die Schüler hatten vier Monate Zeit, alles vorzubereiten. In dieser Zeit haben sie die Elemente zusammengebaut, das Programm geschrieben, ausprobiert, nachgebessert und entwickelt. Gut zwei Minuten lang in drei Läufen stellen sie der Jury ihr Werk vor.

Zusatzpunkte können die Gruppen in einem Extraraum ergattern. Dort warten neue Aufgaben auf sie. Allein, also auch ohne Hilfe des Coaches, haben die Schüler 15 Minuten Zeit, die Aufgabe durch ein neu geschriebenes Programm zu lösen.

Die von-Galen-Schüler treten Samstag, 6. April, ab 10 Uhr in der Innogy-Sporthalle in Mülheim, An den Sportstätten 6, gegen vier weitere Grundschulteams an.

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