21 Südlohner und Oedinger interessieren sich für die Gründung einer neuen Wählergemeinschaft

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In Südlohn wird es wohl eine neue politische Kraft geben. Am Freitag haben sich Interessierte getroffen, die eine neue, überparteiliche Wählergemeinschaft gründen wollen.

von Stefan Hubbeling

Südlohn

, 13.10.2019, 20:43 Uhr / Lesedauer: 2 min

In Südlohn und Oeding tut sich was in der Ortspolitik: Im Wiegboldsaal des Hauses Wilmers trefen sich am Freitagabend 21 Südlohner und Oedinger, die sich für die Gründung einer neuen, überparteilichen Wählergemeinschaft einsetzen wollen.

„Gute Ortspolitik findet direkt vor der Haustür statt und entwickelt sich durch die Bedürfnisse und Wünsche der Bürger. Nur so können wir unseren Ort und unser Gemeindeleben effektiv und konstruktiv nach der Vorstellung der ortsansässigen Bewohner gestalten“, erklärte Maik van de Sand, Mitinitiator der Vorbereitungen für eine überparteiliche Wählergemeinschaft.

Er sitzt aktuell noch für die Fraktion der Grünen im Rat. Die Partei wird zur nächsten Kommunalwahl allerdings nicht mehr antreten (wir berichteten).

Bürger sind gefragt

„Diverse Fragen, Regelungen und Entscheidungen zu dem Schulgebäude, den Bürgersteigen, der Wirtschaftsförderung, der Förderung von Vereinen oder Verbände bis hin zu der Entwicklung von Wohn- und Gewerbeflächen oder der Umsetzung von Ideen aus der Einwohnerschaft sind klare Ortsangelegenheiten und -aufgaben, die der Ortsbürger am besten gewältigen kann. Er ist direkt mit der Problematik konfrontiert und dadurch oft der qualifiziertere Experte“, analysierte der Mitinitiator der überparteilichen Wählergemeinschaft, Franz-Josef Rickers.

Dabei soll diese politische Bürgerinitiative keine weitere Partei darstellen, sondern soll jeden Bürger dazu anregen, sich für den Heimatort politisch und gesellschaftlich zu engagieren. „Wir wollen die verkrusteten Strukturen einer Partei aufbrechen und den Bürger animieren, sich politischen und gesellschaftlichen Fragen und Problemen zu stellen und Lösungsansätze zu finden“, führte Niklas Buning, der ebenfalls diesen Infoabend der überparteilichen Wählergemeinschaft mitorganisiert hatte, weiter aus.

„Es sollen mehr Bürger, aber vor allem auch mehr direkt Betroffene, und auch mehr Experten am politischen Tisch Platz nehmen, die auch konkret die Interessen der Bürger vertreten. Nur so können wir eine Ortspolitik betreiben, die direkt an den Südlohner und Oedinger Bürger angelehnt ist“, sagte Maik van de Sand.

Ziele und Arbeitsweise

In dem Wiegboldsaal ließen sich – nach dem knapp zweistündigen Vortrag der drei Initiatoren – viele Südlohner und Oedinger ortspolitisch inspirieren. Nach etlichen Fragen von Seiten der Besucher an die drei Veranstalter und der Erläuterung einiger politischer Probleme von Seiten des Plenums zu der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Situation in den beiden Orten, konnte eine große Mehrheit der Besucher für die Ziele und die politische Arbeitsweise einer überparteilichen Wählergemeinschaft gewonnen werden.

„21 sehr interessierte Mitstreiter haben wir für unsere Sache der ortsnahen Bürgerpolitik gewonnen. Das ist schon ein toller Anfang. So kann es weitergehen“, freuten sich Maik van de Sand, Franz-Josef Rickers und Niklas Buning und erwarten die nächsten Schritte. Jetzt gilt es, weitere Planungen für die Gründung vorzubereiten, wie zum Beispiel Satzung, Programm, Themen und der Name, ergänzte Maik van de Sand. Ziel ist, bei der Kommunalwahl 2020 antreten zu können.

Anmerkung der Redaktion

In einer vorherigen Version dieses Textes war irrtümlich davon die Rede, dass die neue Wählergemeinschaft gegründet worden sei. Korrekt ist, dass die Initiatoren zu einer Infoveranstaltung eingeladen hatten und nun die Gründung vorbereiten. Wie die Initiatoren mitteilten, hat sich der Kreis auf 25 Interesierte vergrößert.

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