Neuerungen auf der Südlohner Kirmes kommen an – der Trödelmarkt weniger

hzKirmes und Trödelmarkt

Bei bestem Wetter fanden am Wochenende in Südlohn Kirmes und Trödelmarkt statt. Die Neuerungen in diesem Jahr kamen bei den Besuchern an.

Südlohn

, 24.06.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist Samstagnachmittag gegen 16 Uhr: Das Action-Wochenende für die vorwiegend jüngeren Dörfler hat begonnen. Auf dem Vikar-Meyer-Platz ist die kleine Kirmes in vollem Gange.

Klein – das ist in der Tat der erste Eindruck. Aber das lebhafte Besuchertreiben schon um diese frühe Zeit spricht eher für das Argument „gesundgeschrumpft“. Und der Zugang aus Rich-tung Kreisverkehr an der B70 wie in den Vorjahren ist auch dicht. Wenn sich die Besucher nicht zwischen den Ständen und Wagen und die überall ausliegenden Versorgungsleitungen auf die Kirmes schlängeln wol-len, nehmen sie den Haupteingang gegenüber auf der Oase-Seite.

„Action-House“ gibt es bereits seit 1984

Gleich zur Linken fällt ein neues Großgeschäft auf: das „Action-House“. Im kleinen Kassenhäuschen sitzt Jennifer Dreßen. Das Action-House gibt es seit 1984. Und die Familie Schmelter-Dreßen betreibt es nun schon seit vier Jahren. Die Chefin erklärt, was es mit diesem Action-House auf sich hat: „Darin gibt es einen Laufparcours mit Hürden, Laufbändern, Wackelbrücken, Rutschen und Treppen. Und das müssen die Besucher erstmal bewältigen.“ Die Düsseldorfer sind zum ersten Mal hier. Wie ihr Eindruck ist? „Kann ich jetzt noch gar nicht sagen“, sagt Jennifer Dreßen, „Ist ja noch zu früh.“ Aber ein Blick in die Runde zeigt: Das Interesse der Südlohner ist überraschend lebhaft.

Bernhard Brinkmann steht vor dem Action House und hält nach seinem Enkel Carlo Ausschau. Der Sechsjährige hat mit ihm den Parcours schon zwei Mal absolviert. Gleich zu Anfang empfängt die Mutigen ein teuflisch schnelles Laufband. Dann wird’s richtig trickreich, wie man schon von außen erkennen kann – und was die Überlegung fördert, doch selbst besser davon Abstand zu nehmen, weil einem auch kein Enkel im Nacken sitzt.

Dosenwerfen und leerer Flomarkt

Bernhard Brinkmann sieht‘s gelassen: „War schon prickelnd für mich und als Opa eine Herausforderung. Aber jetzt ist es auch genug.“ Carlo ist inzwischen da und hängt sich bei Opa ein. Ihm ist die Begeisterung immer noch anzusehen. Und nun? Genug Action? Von wegen: Nebenan steht der Stand mit dem Dosen-werfen. Und das passt doch ganz wunderbar als nächste Station.

Sonntagmorgen, 11.30 Uhr, Action-Wochenende Teil zwei: Festliches Geläut klingt von St. Vitus herüber. Der Trödelmarkt auf dem Platz der Synagoge liegt im gleißenden Sonnenlicht. „Ist die Kirche jetzt aus?“, fragt einer der Standbetreiber – offenbar ein Auswärtiger mit der Hoffnung auf mehr Kundschaft. Der Trödelmarkt ist dieses Mal nicht besonders groß. „Wir können froh sein, dass bei dem Wetter überhaupt Leute da sind“, weiß Matthias Lüke von der Gemeindeverwaltung, der gerade nach dem Rechten sieht. Er ist sehr zufrieden. „Wir haben die Kirmes neu ge-stellt, und das wird offenbar gut angenommen.“ Besonders der Zulauf, den schon am Samstag das Action-House erfahren hat, beweist, dass sich der Mut zu Neuem bezahlt gemacht hat. „Wir müssen neue Ideen entwickeln“, ist Matthias Lüke überzeugt, „Dann werden auch in Zukunft auf der Südlohner Kirmes die Lichter nicht ausgehen.“

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