Oedinger Grundschule startet mit Maskenpflicht und einer neuen Leitung

hzErster Schultag

Die Ferien sind vorbei. Auch an der von-Galen-Grundschule in Oeding hat der Unterricht wieder begonnen. Doch die Maskenpflicht für die Kinder trübt die Vorfreude auf das Schuljahr.

Südlohn

, 12.08.2020, 17:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ihren ersten Schultag als kommissarische Leiterin der von-Galen-Grundschule hatte sich Barbara Altena natürlich anders vorgestellt. Die Wiedersehensfreude nach sechs Wochen Sommerferien wird ein wenig von den strengen Regeln gegen das Coronavirus getrübt.

So müssen die Schulkinder überall im und um das Gebäude Mund-Nase-Masken tragen. Erst wenn sie an ihrem Sitzplatz angekommen sind, dürfen sie die Masken abnehmen. Auch sobald sie aufstehen, gilt Maskenpflicht. Daran halten sich die Kinder am Mittwochmorgen in der Pause auf dem Hof auch. In kleinen Gruppen spielen sie auf dem Gelände verteilt – mit Masken vor dem Gesicht.

Bevor sie das Gebäude betreten, stellen sie sich in Schlangen zum Händewaschen an. Auch das funktioniert bis auf ein paar kleine Trödeleien recht reibungslos.

Vorbildfunktion: Die Maske bleibt vor dem Gesicht

Auch Barbara Altena will an diesem Tag auch für ein Foto die Maske nicht abnehmen. Schließlich habe sie eine Vorbildfunktion. Die Schutzmaßnahmen würden bisher von den Kindern gut angenommen. „Wir konnten ja die zwei Wochen vor den Ferien schon üben“, erklärt sie.

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Doch es gibt einige Änderungen: Etwa die Pflicht zum Mundschutz oder auch die Wegeführung in der Schule: „Vor den Ferien hatten wir die ganze Schule zur Einbahnstraße gemacht. Alle Kinder mussten durch einen Seiteneingang das Gebäude verlassen“, schildert sie. Dabei seien sie stets an den Klassenräumen der Erst- und Zweitklässler vorbei gelaufen. Weil dort zum Lüften immer die Türen offen standen, hat das natürlich gestört. „Da haben wir jetzt nachgebessert“, erklärt Barbara Altena. Jetzt gibt es zwei Ausgänge.

Auch auf dem Schulhof dürfen die Kinder ihre Masken aktuell nicht abnehmen. Und das obwohl sie in separaten Gruppen und Zonen spielen. Die Klassen sollen sich auch dort nicht durchmischen. Täglich wechseln sich die Kinder dann in den Spielbereichen ab. Dieses Konzept hatte die Schule ebenfalls bereits vor den Ferien so angewandt – nur eben ohne Masken.

Schule muss mit den Vorgaben erstmal leben

Die Vorgaben will Barbara Altena nicht weiter kommentieren. „Daran müssen wir uns einfach halten. Sie gelten ja erst einmal bis Ende August. Danach sehen wir weiter“, erklärt Barbara Altena. Auch die Kinder hätten realisiert, wie ernst die Lage ist und würden die Vorgaben entsprechend befolgen.

Spannend werde noch einmal der Donnerstag, wenn die i-Dötzchen eingeschult werden. „Wir haben die Einschulung auf zwei Veranstaltungen gesplittet“, sagt Barbara Altena. Nur so könne der notwendige Abstand gewahrt werden. Auch dürften die neuen Erstklässler jeweils nur zwei Begleitpersonen mitbringen. „Wir wollten auf jeden Fall, dass beide Eltern ihr Kind begleiten können“, erklärt die kommissarische Schulleiterin. Weitere Verwandte könnten dann leider bei der Einschulung nicht teilnehmen.

Langjährige Lehrerin will Leitung übernehmen

Barbara Altena arbeitet schon seit 2006 als Lehrerin an der von-Galen-Grundschule. Die 46-jährige gebürtige Burloerin hat die Schule lieb gewonnen: „Sie liegt mir wirklich am Herzen“, sagt sie.

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Sie möchte die Leitung der Schule auch langfristig übernehmen. Doch noch könnten sich auch Bewerber von außen für die Schulleitung bewerben. Einen Zeitpunkt, wann das „kommissarisch“ aus ihrer Funktion verschwindet, kann sie deswegen noch nicht nennen. Klar ist ihr aber, dass sie die Projekte und Ideen an der Schule so fortführen will wie bisher. „Wir sind hier ein toll eingespieltes Team“, sagt sie. Auch die Zusammenarbeit mit Schulen in den Niederlanden, die Nachhaltigkeitsprojekte oder die neuen Medien an der Schule seien genau der richtige Weg in die Zukunft.

Und dann ist da ja noch der anstehende Um- und teilweise Neubau der Schule: „Es ist unheimlich interessant, daran mitwirken zu dürfen“, erklärt sie. So könne das Gebäude an den aktuellen Unterricht angepasst werden.

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