Mittelaltermarkt abgesagt: Philipp Ellers muss Alternative für Herbst-Meile zaubern

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Als der Anruf kam, musste sich Somit-Geschäftsführer Philipp Ellers erstmal setzen. Der Mittelaltermarkt, als Magnet zur Herbst-Meile geplant, fällt aus. Trotzdem gibt es viel zu erleben.

Südlohn

, 17.10.2019, 14:47 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Nachricht kam kurz vor dem Mittagessen, und das fiel dann auch prompt aus: Am Mittwoch sagte Marcus Rehagel vom Veranstaltungsmanagement Rehagel per Telefon kurzfristig den gesamten Mittelaltermarkt, der das Rahmenprogramm zur Oedinger Herbst-Meile bilden sollte, ab.

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Die Begründung: Viele Aussteller seien bei ihm abgesprungen. Somit-Geschäftsführer Philipp Ellers als Chef-Organisator der Herbst-Meile mit angeschlossenem verkaufsoffenen Sonntag möchte im Telefonat mit der Redaktion lieber nicht sagen, was er gedacht hat. Denn gut eine Woche vor dem geplanten Mittelaltermarkt in Oeding war die Absage für die Gemeinde Südlohn, den Gewerbeverein Oeding und den Marketingverein Somit (Südlohn Oeding Marketing Information Touristik) zumindest überraschend. Wenn nicht ärgerlich. Sehr ärgerlich.

„Denkbar ungünstig“, hat es Philipp Ellers in der Pressemitteilung umschrieben. „Da habe ich nicht mit gerechnet“, ergänzt er im Gespräch mit der Redaktion, und erst recht nicht so kurz vor dem Veranstaltungstermin. Nach der Absage glühten die Telefondrähte im Somit-Büro.

Alternativprogramm auf die Beine gestellt

Mit Erfolg: Philipp Ellers konnte ein Alternativprogramm organisieren. Das Jugendwerk hat zugesagt, auch die Jugendfeuerwehr will sich einbringen, muss aber noch sichergehen, dass genügend jugendliche Mitglieder Zeit haben an dem letzten Feriensonntag.

So sind die Veranstalter sicher, dass sich der Besuch in Oeding auch ohne Mittelaltermarkt für die gesamte Familie lohnt: Am Sonntag, 27. Oktober, öffnet die traditionelle Oedinger Herbst-Meile ihre Pforten. Auf dem Rathausvorplatz kommen ab 13 Uhr alle Schnäppchenjäger auf ihre Kosten: Dort gibt es den traditionellen Familientrödelmarkt. „Wer spontan sein Taschengeld aufbessern möchte, kein Problem: einfach kommen, auspacken und verkaufen“, lädt Philipp Ellers ein.

Attraktionen für kleine und große Besucher

Für die kleinen Besucher wird auf dem Kirmesplatz einiges geboten. Eine XXL-Hüpfburg verspricht dort rasante Action. Das Jugendwerk Südlohn-Oeding bietet Kinderschminken an. Riesenseifenblasen verzieren den Himmel und kleine Artisten ziehen im Minizirkuszelt die Besucher in ihren Bann.

Auch die Jugendfeuerwehr Südlohn. frisch gebackener Heimatpreisträger, möchte sich auf der Herbst-Meile mit einem spannenden Programm einbringen und zeigen, wie Feuerwehrarbeit funktioniert. Natürlich öffnet auch das Bürgerhaus vom Heimatverein Oeding an der Jakobistraße 4 am Sonntag seine Türen.

Ganz schön dankbar sind Philipp Ellers und die weiteren Organisatoren der Herbst-Meile allen, die so kurzfristig helfen, den Ausfall des Mittelaltermarktes zu kompensieren, wird in der Somit-Pressemitteilung betont.

Aussteller in Oeding sind kurzfristig abgesprungen

Markus Rehagel bestätigt auf Anfrage, dass ihm sehr kurzfristig gleich mehrere Aussteller abgesprungen seien. „Ob wegen des Wetterberichts oder aus anderen Gründen, kann ich nicht sagen“, erklärt er am Donnerstagmittag. Er habe noch versucht, für Ersatz zu sorgen, sei daran aber gescheitert. Deswegen habe er schließlich die Notbremse gezogen.

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„Einen Markt mit nur zwei oder drei Ausstellern zu eröffnen, ergibt ja keinen Sinn“, erklärt der Südlohner. Den kleinen Markt habe er ohnehin nur noch organisiert, weil die Gemeinde ihn darum gebeten habe. Er will sich auf größere Veranstaltungen konzentrieren.

Abschied vom Terra-Anno-Festival

Vom Terra Anno-Festival, dem Mittelaltermarkt, den Marcus Rehagel Ende September mit einem Team in Borken organisiert hat, hat er sich ebenfalls verabschiedet. Das verkündet das Organisationsteam auf seiner Facebook-Seite. Man sei freundschaftlich und mit Händedruck auseinander gegangen, heißt es dort.

Das alles habe aber nichts mit der Absage des kleinen Marktes in Oeding zu tun, erklärt Marcus Rehagel.

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