Polizei stellt 24-jährigen Borkener nach Einbruch in die Eisdiele in Oeding

hzErmittlungserfolg

Eine Woche nach dem Einbruch in die Eisdiele in Oeding scheint der Täter festzustehen: Ein 24-jähriger Borkener hat gestanden und sitzt in U-Haft. Das Video der Tat ist wieder gelöscht.

Südlohn

, 20.01.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein 24-jähriger Mann aus Borken soll in die Eisdiele in Oeding eingebrochen sein. Bereits am Freitag veröffentlichte die Polizei ihren Ermittlungserfolg: Demnach hat der 24-Jährige bei der Polizei gestanden, unter anderem in der Borkener Innenstadt seit vergangenem Sommer 53 Einbrüche begangen zu haben. Wie Thorsten Ohm von der Pressestelle der Polizei im Kreis Borken am Montag auf Nachfrage erklärt, zählt auch der Einbruch in die Eisdiele in Oeding dazu.

Die Polizei erläutert, dass zu den Zielen des 24-Jährigen unter anderem Geschäfte, Gaststätten, Bäckereien, Friseurbetriebe und ähnliche Einrichtungen gehörten.

24-jähriger Borkener nach Geständnis in Untersuchungshaft

Nach der Festnahme und dem umfassenden Geständnis des bereits einschlägig bekannten Borkeners hat die Staatsanwaltschaft Untersuchungshaft beantragt. Dem folgte das Amtsgericht noch am Freitag.

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Zur Erinnerung: In Oeding war in der Nacht zu Freitag, 10. Januar, ein Mann eingebrochen. Wie der Inhaber der Eisdiele Paolo Donadei gegenüber unserer Redaktion erklärte, hatte er versucht, alle Eingangstüren der Eisdiele aufzubrechen. An der fünften Tür war es ihm schließlich gelungen, das Schloss mit roher Gewalt zu überwinden.

Überwachungskameras hatten Einbruch gefilmt

Durch die Aufzeichnung mehrerer Überwachungskameras in der Eisdiele konnte der Einbruch nachher genau verfolgt werden. Scheinbar seelenruhig hatte der Mann die einzelnen Schränke und Schubladen durchsucht. Dabei erbeutete er Bargeld. Der Schaden, der durch die Aufbruchsversuche entstanden war, liegt allerdings deutlich höher.

Führte die Tätersuche bei Facebook zum Erfolg?

Paolo Donadei hatte Bilder der Überwachungskameras bei Facebook veröffentlicht und sich auf eigene Faust auf die Suche nach dem Täter gemacht. Die Videos hatten auf der Social-Media-Plattform schnell eine große Reichweite erzielt. Hundertfach wurden sie weiterverbreitet. „Mit einer so großen Resonanz hätte ich gar nicht gerechnet“, sagte Paolo Donadei dazu. Seiner Aussage nach habe er der Polizei am Tag nach der Veröffentlichung den entscheidenden Hinweis geben können.

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Das kommentierte die Polizei nicht. Grundsätzlich äußere sich die Polizei nicht zu Details aus den Ermittlungen oder der Vernehmung. Dafür bekräftigte die Polizei noch einmal ihren Appell, sich nicht privat auf die Suche nach Verbrechern zu machen und keine Überwachungsvideos in Sozialen Medien zu teilen. „Die Fahndung nach einem Täter ist Aufgabe der Ermittlungsbehörden“, so Thorsten Ohm. Die Videos eigenmächtig online zu stellen, könne auch den Urheber der Videos vor rechtliche Probleme stellen.

Paolo Donadei hat die Videos inzwischen von seiner Facebook-Seite wieder gelöscht.

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