"Rummel" bleibt erhalten

Südlohn Ein neues Jahr hat begonnen. Zeit, sich wichtige Termine in der Gemeinde wie die Kirmes im Kalender rot anzustreichen. Doch der traditionelle "Rummel" hat es immer schwerer in Südlohn.

15.01.2008, 18:57 Uhr / Lesedauer: 1 min

"Rummel" bleibt erhalten

<p>Die Gemeinde versucht durch wechselnde Fahrgeschäfte und weitere Highlights die Kirmes in Südlohn dauerhaft attraktiv zu gestalten. Archiv</p>

"Wir versuchen, die Kirmes mit verschiedenen Aktionen wie der Open-Air-Kirmes-Disco, die 2006 gestartet ist, am Leben zu halten", erklärt Herbert Schlottbom vom Bürgermeisterbüro.

Die Konkurrenz durch andere Kommunen, die Kosten und nicht zuletzt das enorme Spektrum an Veranstaltungen aller Art, aus dem Bürger heute wählen können - Schlottbom kennt zahlreiche Gründe für den schwierigen Stand der Südlohner Kirmes. Das Hauptproblem: "Die isolierte Lage."

Idee gescheitert

Damit ist nicht der Standort am Vikar-Meyer-Platz gemeint, der ausreichend Platz für die Fahrgeschäfte biete, sondern das Veranstaltungsangebot an sich. "Während in Oeding die Kirmes in Kombination mit dem Schützenfest läuft, haben wir in Südlohn am Wochenende ,nur' die Kirmes."

Versuche, dies zu ändern, seien bislang gescheitert: "Die Idee zu diesem Zeitpunkt einen verkaufsoffenen Sonntag anzubieten - anstelle des Drei-König-Marktes, trägt die Werbegemeinschaft zurzeit nicht mit. Sie sieht keinen Erfolg dahinter", meint Schlottbom.

Erfolgversprechend erwiesen sich hingegen andere Versuche, Veranstaltungen wie den Weihnachtsmarkt in der Gemeinde zu beleben. Denn die Frage "Wie geht es weiter mit den öffentlichen Festen und Märkten?" stand bereits im vergangenen Jahr auf der Agenda von Verwaltung, Gemeindemarketing und Werbegemeinschaft. "Preiswerte Marktstände haben mehr Menschen zum Mitmachen bewogen."

Auch was andere Veranstaltungen angehe, sei die Gemeinde in Überlegungen.

Ein Ende des "Rummels" müssen Kirmesbegeisterte jedenfalls nicht fürchten. Das Volksfest stehe nicht "auf der Kippe". "Marktmeister Josef Dönnebrink schafft das mit Bravour, sich immer etwas Neues zu überlegen - auch wenn es nicht immer leicht ist, neue Schausteller zu motivieren, in eine kleine Gemeinde zu kommen", sagt Schlottbom.

Wer baut Buden auf?

Bald wird sich zeigen, wer in diesem Sommer auf dem Vikar-Meier-Platz seine Buden und Gerätschaften aufbaut. Zurzeit wird das Angebot gesichtet und Kontakt zu Betrieben aufgenommen. kh

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