Ein Corona-Schnelltest konnte bislang nur von medizinisch geschultem Personal durchgeführt werden. Drei Selbsttests sind jetzt für die Anwendung durch Laien zugelassen. Auch in Südlohn und Oeding warten die Apotheken auf die Lieferung. © picture alliance/dpa/dpa-tmn
Coronavirus

Schnelltest für Laien: Nachfrage ist auch in Südlohn und Oeding groß

Ein Schnelltest zum „Selbermachen“ für zu Hause: Auch die Südlohner und Oedinger können ihn kaum abwarten. In der Grenz-Apotheke und der Engel-Apotheke haben schon viele danach gefragt.

Drei Corona-Selbsttests sind vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassen worden. Diese Schnelltests, die von Laien selbst durchgeführt werden können, stoßen auch in Südlohn und Oeding auf großes Interesse. Bei beiden Apotheken wurde schon danach gefragt.

Direkt Bestellungen aufgegeben – jetzt auf Lieferung warten

Die Grenzapotheke habe direkt nach Bekanntwerden der Zulassung Bestellungen aufgegeben, sagt Andrea Robers auf Anfrage der Redaktion. Die Pharmazeutisch-Technische Assistentin bestätigt, dass auch die Kunden der Apotheke in Oeding sich schon erkundigt haben, ob diese Tests erhältlich sind.

„Aber einen Liefertermin haben wir nicht“, sagt Andrea Robers. Und ist damit nicht alleine: Auch Dr. Karin Tophof von der Engel-Apotheke in Südlohn kann kein Datum nennen. „Wir gehen aber davon aus, dass wir sie in dieser Woche bekommen“, blickt die Apothekerin voraus.

So wird es den meisten Apotheken landesweit gehen. Auch Drogeriemärkte kündigen in Pressemitteilungen an, bald Schnelltests anbieten zu können, bleiben beim Termin aber unverbindlich. Alle müssen abwarten, bis die Lieferungen da sind.

Andrea Robers hat sich schon mit Hilfe der Infos von Verband und Kammer mit den Tests beschäftigt und ist zuversichtlich: „Die Anwendung ist einfach, und die Anleitung ist auch in deutscher Sprache dabei“, sagt sie. Dennoch: Das Team der Grenz-Apotheke werde sich erst ganz genau in die Anwendung „reinfuchsen“ und die Handhabung testen, und ihr Wissen und Können dann an die Kunden weitergeben.

Schnelltest für Laien: Apothekerin hält Beratung für wichtig

Die Bedeutung der Beratung betont auch Karin Tophof: „Die Kompetenz der Apotheken ist hier wichtig.“ Es wäre fatal, wenn die Tests nicht richtig angewendet würden und die Kunden sich in falscher Sicherheit wiegen oder aber „falsch positive“ Tests kämen dabei heraus, wirft Andrea Robers einen Blick in die nahe Zukunft.

Es sei wichtig, die Kunden genau zu informieren, „dann wird das auch funktionieren.“ Das sei im Grunde dasselbe wie bei den FFP2-Masken: Auch da sollte jeder informiert sein, wie man die Maske richtig trägt – und wie lange.

Ein Problem haben alle Apotheken: „Es ist schwierig zu kalkulieren“, bringt es Karin Tophof auf den Punkt. Wie viele Tests sollen jetzt bestellt werden? Aktuell sind drei Tests zugelassen, bei denen jeweils eine Probe im vorderen Nasenbereich entnommen wird. Aber Zulassungen für weitere Tests – auch Gurgel- oder Spucktests – werden in Kürze erwartet.

Sowohl Andrea Robers als auch Karin Tophof betonen, dass diese Tests mit einer Sonderzulassung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel oder mit einer CE-Zertifizierung, bei richtiger Anwendung schon zuverlässig seien. Auch zu den Kosten lässt sich aktuell noch nichts Verbindliches sagen, zwischen sieben und zehn Euro wird der Preis pro Test geschätzt.

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