Schulpflegschaft widerspricht Maskenprotest – Mutter rudert zurück

hzHerta-Lebenstein-Realschule

Die Schulpflegschaft der Herta-Lebenstein-Realschule widerspricht dem Protest einer Mutter gegen die Schutzmasken. Derweil rudert die Mutter, die offene Protestbriefe geschrieben hatte, zurück.

Südlohn, Stadtlohn

, 12.09.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der öffentliche Protestbrief von Alina Eliseeva aus Südlohn an mehrere Ministerien hat rund um die Herta-Lebenstein-Realschule einigen Staub aufgewirbelt. Nach Schulleiter Stefan Wichmann legt auch der Schulpflegschaftsvorsitzende Uwe Gehling vehement Protest ein.

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„Die Vorwürfe in dem Artikel sind mir ziemlich sauer aufgestoßen“, sagt der Südlohner im Gespräch mit unserer Redaktion. Sie seien auch zu keinem Zeitpunkt Meinung der Elternschaft an der Schule gewesen. Mehr noch: „Die Schüler, Lehrer und Eltern der Herta-Lebenstein-Realschule verstehen sich als große Gemeinschaft“, sagt er. Er finde es aller Ehren wert, dass ein Großteil der Schülerinnen und Schüler an der Stadtlohner Realschule freiwillig eine Maske tragen würde. „Es wurde nie direkt gesagt, dass die Schüler im Unterricht eine Maske tragen sollen“, betont er sehr deutlich. Die Schule habe das stets sehr gut gemacht.

Besonders zollt er den Schülern, die freiwillig eine Maske tragen Respekt: „Ich weiß aus meinem eigenen Berufsalltag, wie anstrengend es ist, eine Maske zu tragen“, sagt edr Elektrotechnikermeister aus Südlohn.

Mutter rudert per E-Mail an die Schule zurück

In der Zwischenzeit rudert auch Alina Eliseeva teils zurück. In einer E-Mail an Schulleitung und Lehrer, die sie auch an unsere Redaktion gerichtet hat, erklärt sie, dass sie sich falsch wiedergegeben sieht. Demnach sei an der Herta-Lebenstein-Realschule alles gut gelaufen.

Das hatte sie im Gespräch mit unserer Redaktion zuvor anders geschildert. Wie berichtet hatte sie in den offenen Briefen vor allem die Schulpolitik kritisiert, die keine klare Linie im Umgang mit dem Coronavirus an Schulen verträte.

Gleichzeitig hatte sie aber das Verhalten einzelner Lehrer an der Herta-Lebenstein-Realschule kritisiert, die Schüler dazu drängen würden, Masken auch im Unterricht zu tragen, obwohl sie dazu nicht verpflichtet sind. Dem hatte bereits am Mittwoch Schulleiter Stefan Wichmann vehement widersprochen und auf die Freiwilligkeit an der Schule verwiesen.

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Ihr sei es in erster Linie darum gegangen, ihre Kritik an die „große Politik“ zu richten, da Schüler, Eltern und Lehrer eine eher kleine Lobby hinter sich hätten.

„Wollte Schule öffentlich nicht schaden“

In ihrer E-Mail schreibt sie: „Mir ist es wirklich wichtig, dass Sie wissen, dass ich speziell Ihrer Schule an keiner Stelle öffentlich schaden wollte.“ Und weiter: Sie hoffe, dass sie und die Schule mit der Darstellung in dem ersten Artikel leben könne, ohne dass es größeren Schaden nimmt, weder für ihren noch für den Ruf der Schule oder die Beziehung zueinander.

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