Nach der Schließung des Hofladens konzentriert sich Familie Hobbold auf die Bewirtschaftung der Felder in Holthausen. Auch die Kinder von Inhaber Rainer Hobbold, Paul und Milla, freuen sich auf den Start der Selbstpflückersaison am Wochenende. © privat
Obstsaison

Statt Hofladen: Hobbold bleibt am Ball und läutet Selbstpflücksaison ein

Als einer der ersten Anbieter setzte der Hofladen Hobbold vor über drei Jahrzehnten Akzente. Der Laden ist Geschichte, die Familie betreibt den Obstanbau aber weiter. Für Selbstpflücker.

Verwaist ist der einstige Hofladen Hobbold an der Ladestraße, seit mittlerweile rund zwei Jahren bereits. Der Laden ist aber noch präsent in den Köpfen, die Erinnerungen bei vielen Kundinnen und Kunden – nicht nur aus Südlohn – sind sicher noch frisch. „Geschichte“, wie Inhaber Rainer Hobbold berichtet. Ohne Reue. Er blickt stattdessen mit Spannung auf das kommende Wochenende voraus. Dann startet die Selbstpflücksaison, seinen Obstbaufachbetrieb betreibt der Südlohner als Familienbetrieb.

Seit 2019 ist der Hof- und Bauernladen Hobbold an der Ladestraße in Südlohn mittlerweile bereits Geschichte. Ein Schild weist noch auf den Umzug von Geesink's Spargelhöffken nach Eschlohn hin.
Seit 2019 ist der Hof- und Bauernladen Hobbold an der Ladestraße in Südlohn mittlerweile bereits Geschichte. Ein Schild weist noch auf den Umzug von Geesink’s Spargelhöffken nach Eschlohn hin. © Michael Schley © Michael Schley

Kurz wirft er bei diesem Ausblick auch noch einmal einen Blick in den Rückspiegel. „Wir hatten seinerzeit lange überlegt, der Laden rentierte sich aber nicht mehr wie erforderlich“, so Hobbold. Dabei sei man vor rund 35 Jahren in diesem Bereich eine Art Pionier gewesen. Doch die Zeiten hätten sich geändert – gerade bei Schwerpunkten wie Spargel oder auch Erdbeeren. „Das machen dann in Summe doch zu viele, vor allem wenn sie ihr Hauptaugenmerk darauf richten“, so der Südlohner. Die Konkurrenz sei eine andere als noch vor Jahren.

Obstanbau wird im Familienbetrieb weiter betrieben

Die Entscheidung zur Schließung war dann auch eindeutig: „Wir setzen auf den Nebenerwerb, Family-Business pur eben“, erklärt Hobbold. Auf den Feldern in Ramsdorf-Holthausen biete man an, „was auf Bäumen und Sträuchern wächst“. Nun beginne die Hochsaison für Kirschen – „süß wie sauer“, auch erste Strauchbeeren könnten nun gepflückt werden. Weiter im Jahr, etwa im September, richte man den Blick dann gen Äpfel und Pflaumen. Am Angebot der Selbstpflückaktionen halte man selbstverständlich fest.

Rainer Hobbold schränkt dabei bewusst ein: Sollten Kundinnen und Kunden – zum Beispiel des Alters wegen – nicht in der Lage sein, selbst zu pflücken, dann unterstütze man natürlich gerne. „Wir arbeiten da in kleinen Strukturen“, berichtet Rainer Hobbold. Einen guten Draht halte man weiter auch zu Geesink´s Spargelhöffken mit Sitz in Vreden.

Erdbeeren und Spargel bleiben in Südlohn präsent

Denn: Noch immer weist ein Schild am Hof- und Bauernladen an der Ladestraße darauf hin, dass Inhaber Daniel Geesink seinen Verkauf von Spargel und Erdbeeren im Speziellen von dort zum Hof Schulze-Besseling nach Eschlohn verlegt habe, um weiter in Südlohn präsent zu sein. Dies seit dem Jahr 2020, nun im zweiten Jahr. Während die Saison von Erdbeeren und Spargel weitgehend beendet ist, geht die für Rainer Hobbold nun los.

Aktuell haben gerade Kirschen Hochsaison.
Aktuell haben gerade Kirschen Hochsaison. © privat © privat

Eine gute? „Wir warten natürlich alle auf den Grand-Slam beim Wetter, doch den wird es wohl nicht mehr geben“, so Hobbold und lacht. Man müsse sich damit arrangieren, sei zufrieden. Ähnlich seien wohl auch die Schwankungen bei Spargel und Erdbeeren.

Am Freitag, 9. Juli, 8.30 Uhr, erfolgt nun der Startschuss der Saison für das Team um Rainer Hobbold: Gepflückt werden können auf den Plantagen an der Holthausener Straße zunächst bis Sonntag Süßkirschen, Sauerkirschen sowie Johannisbeeren und Stachelbeeren. Die Einladung hat der Inhaber auch über die Sozialen Medien „verteilt“: Zeiten ändern sich – und man muss mit diesen gehen. Ob im Haupt- oder im Nebenerwerb.

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