Eine solche Riesenbaustelle wie vor einigen Jahren in Raesfeld fürchteten viele Schermbecker und Raesfelder auch bei A-Nord. © Amprion GmbH / Lutz Kampert
Kommentar

Stromtrasse durch Südlohn: Wir alle müssen Opfer erbringen

Jetzt liegen die Karten auf dem Tisch. Die Stromtrasse A-Nord soll durch Südlohn führen. Das gefällt nicht allen, aber wir müssen für die Energiewende Opfer erbringen, meint Redakteur Nils Dietrich.

Spätestens im Jahr 2025 ist es soweit: Eine 35 Meter breite Schneise wird zwischen Südlohn und Oeding geschlagen werden, um die Kabel für die Stromautobahn A-Nord zu verlegen. Der saubere Strom aus den Windkraftwerken an und in der Nordsee soll durch unseren Ort zu seinen Konsumenten in den Ballungszentren der Rhein-Ruhr-Schiene gebracht werden.

Wir haben gar keine andere Wahl, als auf diese Form der Energieerzeugung zu setzen, wenn wir unseren Kindern und Kindeskindern einen Planeten hinterlassen wollen, auf dem sie in Frieden und in Wohlstand leben können. Dazu müssen wir weg von fossilen Brennstoffen, hin zu sauberen, erneuerbaren Energien.

Kein leichter Weg

Dieser Weg ist kein leichter. Einmal im Jahr bekommt es jeder von uns zu spüren, wenn die Jahresrechnung für Strom in den Briefkasten flattert. Seit Jahren steigen und steigen die Energiepreise, seit Jahren regen sich viele darüber auf. Woanders protestieren Bürger gegen Windkrafträder.

In Südlohn soll das Erdkabel mitten durch die Gemeinde führen. Es ist verständlich, dass die drohende 35-Meter-Schneise Befürchtungen und Ängste weckt. Um die wirtschaftliche Existenz, um die Lebensqualität. Die Politik sollte das ernst nehmen. Aber auch wir alle müssen uns klar darüber sein, dass wir Opfer erbringen müssen.

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