Die Zahl der Bezieher von Grundsicherungsleistungen für Arbeitssuchende ist in Südlohn deutlich angestiegen. Sie werden von den Mitarbeitern des Jobcenters im Rathaus der Gemeinde Südlohn in Arbeit vermittelt. © Markus Gehring
Arbeitslosigkeit sinkt

Überraschende Statistik: Deutlich mehr Hartz-IV-Empfänger in Südlohn

Die Corona-Pandemie ist auf dem Rückzug, die Wirtschaft springt wieder an. Da verwundert der Rückgang der Arbeitslosigkeit in Südlohn kaum. Nur eine Zahl in der Statistik wirft Fragen auf.

Die Corona-Pandemie ist auch an dem Arbeitsmarkt in Südlohn nicht spurlos vorübergegangen. Aber die Besserung ist bereits in vollem Gange: Im vergangenen Jahr sank die Arbeitslosigkeit um 31,4 Prozent. Waren in Juni 2020 noch 118 Menschen in der Gemeinde arbeitssuchend gemeldet, so zählte die Statistik zuletzt nur noch 81.

„Es ist schön, dass wir diese Entwicklung haben“, sagte Markus Lask von der Gemeindeverwaltung, der den derzeit im Urlaub weilenden Bürgermeister vertritt. „Wir hoffen, dass sich dieser Trend so fortsetzt.“

Die Agentur für Arbeit führt diese Entwicklung auf die niedrigen Corona-Fallzahlen zurück: „Diese bringen einige Lockerungen mit sich, die natürlich Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt haben. Gastronomie, Veranstaltungswesen und Tourismus nehmen wieder Fahrt auf“, wird Johann Meiners, Leiter der Agentur in Coesfeld, in der Pressemitteilung der Agentur zitiert.

Einfache Erklärung für eine ungewöhnliche Zahl

Ein Wert in den Tiefen der Statistik hingegen ist auffällig: Seit vergangenem Jahr ist die Zahl der Bezieher von Leistungen nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II) von fünf auf 17 gestiegen. Hierin ist die Grundsicherung für Arbeitssuchende – im Volksmund auch Hartz IV genannt – geregelt.

Der Grund für den Anstieg hat allerdings nicht direkt mit der Situation auf dem Arbeitsmarkt zu tun. Lask klärt auf: Einige anerkannte Asylsuchende hätten sich in Südlohn niedergelassen, weil sie hier offenbar „einen Bezugspunkt haben“. Und wer als Geflüchteter anerkannt ist und über keine Arbeit verfügt, erhält keine Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, sondern nach SGB II.

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