Umzug des Kaisers von Hundewick ist geplant, Hüttentour-Gastronom weicht im Zweifel aus

hzHüttentour Südlohn

Eine neue Unterkunft für den Bewohner der Brookhütte ist in Aussicht. Ob der Umzug zur Südlohner Hüttentour klappt, ist offen. Die Gemeinde droht nun doch nicht mit einer Ordnungsverfügung.

Südlohn

, 30.05.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es bewegt sich etwas im Kaiserreich Hundewick: Jürgen Rensinghoff, der dort seit Jahren in der Brookhütte wohnt und sich selbst „Kaiser von Hundewick“ nennt, soll ein neues Quartier bekommen. Wie Bürgermeister Christian Vedder am Mittwochmittag erklärte, sei sich die Verwaltung mit dem Vermieter einer neuen Unterkunft sowie den Betreuern des Obdachlosen einig geworden.

Christian Vedder erklärt, was geplant ist: Die neue Unterkunft vermiete der Eigentümer über die Gemeinde an den Betreuer des Obdachlosen. Dort werde er einfache sanitäre Einrichtungen und einen komplett umbauten Raum haben, so dass er auch im Winter gut geschützt sei.

Umzug kann jetzt jeden Moment passieren

„Wir sind von der Gemeinde aus soweit, dass der Umzug von jetzt auf gleich passieren kann“, sagt Matthias Lüke am Vormittag unserer Redaktion. Am Nachmittag informierte Bürgermeister Christian Vedder über den aktuellen Stand: Demnach hätten sowohl der rechtliche Betreuer Werner Drießen aus Rhede als auch Helmut Seifer aus Gescher, der sich ehrenamtlich um den Bewohner der Brookhütte kümmert, die neue Unterkunft sehr positiv bewertet. Einem Umzug stehe also nichts mehr im Wege.

Stand der Hüttentour weicht ein paar hundert Meter aus

Fraglich ist nur, wann der Umzug tatsächlich über die Bühne gehen kann. Bürgermeister Christian Vedder stellte in Aussicht, dass es noch ein paar Tage dauern könne, bis Jürgen Rensinghoff die Brookhütte endgültig geräumt habe. Mit Blick auf die anstehende Hüttentour am 2. Juni habe Vedder deswegen auch mit dem Gastronomen, der an der Brookhütte seinen Stand aufbauen wollte, eine Vereinbarung getroffen. Sollte die Hütte am 2. Juni noch belegt sein, werde der Gastronom sein Angebot ein paar hundert Meter weiter am Windrad am Gescherer Dyk aufstellen. „Das liegt ohnehin an der Route der Hüttentour“, so Vedder.

Große Vereinbarung soll nicht gefährdet werden

Ihm sei nun wichtig, die jetzt getroffene Vereinbarung zwischen Verwaltung, Betreuern und dem Hüttenbewohner nicht auf den letzten Metern noch zu gefährden. Sollte die Hütte bis zum Sonntag geräumt sein, werde der Stand natürlich dort aufgebaut.

Das hatte vor einigen Tagen noch anders geklungen: Nach langem Hin und Her hatte die Verwaltung Ende der vergangenen Woche die Zügel angezogen und unter anderem auch das zuständige Amtsgericht Ahaus mit eingeschaltet: „Entweder sorgt der Betreuer dafür, dass der Mann am Wochenende nicht da ist, oder wir tun das“, so der Bürgermeister in einem Gespräch am Anfang der Woche. Da hatte er auch mit einer möglichen Ordnungsverfügung gedroht und erklärt: „Wir sind am Ende unserer Freundlichkeit angelangt.“

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Nun der Umschwung zurück zur Freundlichkeit: „Wir wollen nach Möglichkeit auf alle Rücksicht nehmen“, sagt Vedder. Das sei mit dieser Lösung der Fall. Der Betreuer von Jürgen Rensinghoff war am Mittwoch für unsere Redaktion nicht zu erreichen.

Hüttentour startet am Sonntag

  • Die 13. Hüttentour entlang der zehn Schutzhütten startet am 2. Juni ab 11 Uhr.
  • Radfahrer können die 37,5 Kilometer lange Tour nach eigenen Wünschen entlangradeln. An der Route warten zehn gastronomische Angebote der örtlichen Wirte.
  • Wer mindestens drei Hütten ansteuert, kann an einem Gewinnspiel teilnehmen und Gastronomiegutscheine gewinnen.
  • Streckenkarten für die Hüttentour gibt es für zwei Euro beim Somit, Burgring 29, Tel. (02862) 417626. Weitere Infos zur Hüttentour gibt es hier.
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