Vermisster Oedinger wird nach Nachbarschaftsfest verletzt gefunden, Burloer ertrinkt

hzFest in Burlo

Nach einem Nachbarschaftsfest in Burlo wurde ein Oedinger vermisst. Bei der Suche nach ihm fanden Zeugen einen Toten in einem Graben. Doch dabei handelte es sich nicht um den Oedinger.

Südlohn

, 19.08.2019, 11:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

Tragisches Ende eines Nachbarschaftsfest: Im Vereinsheim des SV Burlo haben am Samstagabend Nachbarn gefeiert – und offenbar Alkohol in großen Mengen getrunken. Am Ende ertrank ein Mann aus Burlo, ein Oedinger kam verletzt ins Krankenhaus.

Mehrere Gäste hatten sich am Sonntagmorgen auf die Suche nach einem 49-jährigen Oedinger gemacht. Er war nach dem Fest nicht nach Hause zurückgekehrt.

Zeugen finden leblosen Mann im Straßengraben

Bei der Suche fanden sie gegen 8.40 Uhr einen Mann leblos in einem Straßengraben. Bei dem Mann handelte es sich jedoch nicht um den gesuchten Oedinger, sondern um einen 50-Jährigen aus Burlo, der ebenfalls auf dem Fest gefeiert hatte.

Der dazugerufene Notarzt konnte nur noch den Tod des 50-Jährigen feststellen. Nach Angaben der Polizei hat die Obduktion ergeben, dass der Mann ertrunken ist. Anzeichen für ein Fremdverschulden liegen demnach nicht vor. Die Polizei geht von „einem unglücklichen Sturz in den Straßengraben aus, bei dem der Verstorbene das Bewusstsein verlor und trotz des niedrigen Wasserstandes ertrank.“

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Oedinger lag verletzt in der Nähe des Vereinsheims

Noch am Sonntagmorgen klärte sich auch der Verbleib des vermissten Oedingers auf. Der Gastwirt der Veranstaltung war nach Verlassen des Vereinsheims gegen 4.30 Uhr durch Hilferufe auf den 49-Jährigen aufmerksam geworden. Dieser war circa 50 Meter von dem Vereinsheim entfernt gestürzt und lag verletzt am Boden. Neben ihm lag sein Fahrrad. Der sehr stark alkoholisierte Mann wurde ins Krankenhaus gebracht.

„Gemeinsam ist den Fällen, dass die beiden Männer auf dem Fest erhebliche Mengen Alkohol getrunken haben – auch die Unfallorte sind nur 300 Meter voneinander entfernt“, schreibt die Polizei.

Anhand der Ermittlungsergebnisse handelt es sich aber um zwei voneinander unabhängige Stürze. Der Verstorbene hatte das Vereinsheim nach derzeitigem Stand deutlich vor dem Oedinger verlassen.

Wirt ist entsetzt, ihm ist aber nichts besonderes aufgefallen

Andre Rudnik ist der Betreiber der kleinen Gaststätte im Vereinsheim des SV Burlo. Er ist am Montagvormittag völlig geschockt von den Ereignissen. Er selbst könne nichts weiter dazu sagen. Zwar sei er bei dem Fest dabei gewesen, doch sei ihm weder abends noch in der Nacht etwas aufgefallen. „Das war ein normales Nachbarschaftsfest der Anwohner rund um das Sportgelände“, erklärt er unserer Redaktion. Etwa 30 bis 35 Gäste hätten dort gefeiert.

Das habe er auch bei der Polizei so angegeben. Zunächst habe er auch gar nicht mitbekommen, dass erst der eine und später der andere Mann das Fest verlassen habe.

In der ersten Version dieses Textes hatten wir geschrieben, dass der Tote aus Borken stammt. Wir haben diesen Fehler korrigiert.

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