Wählerinitiative ist gegründet und will sich von klassischen Modellen verabschieden

hzWählerinitiative gründet sich

22 Köpfe zählt die neue Wählerinitiative, die sich am Montagabend in Oeding gegründet hat. Das Ziel: Durch offene Einwohnerbeteiligung mehr Menschen für die Politik im Ort zu begeistern.

von Katrin Sarholz

Südlohn

, 20.11.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mitreden, mitdiskutieren und mitgestalten, war nicht nur erwünscht, sondern erklärtes Ziel bei der Gründungsveranstaltung der Wählerinitiative Südlohn Oeding – WSO. So wurde am Montagabend schon bei der Namensgebung leidenschaftlich diskutiert, spontane Vorschläge noch eingearbeitet und schließlich auch ausgewählt: „WSO – Offene Einwohnerbeteiligung“ soll sie heißen.

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Zum ersten Vorsitzenden wurde Maik van de Sand gewählt, sein Stellvertreter wurde Helmut Schroer und Kassierer Kai Hartmann.

Idee für neue Wählergruppe gibt es schon seit zwei Jahren

Vor zwei Jahren schon reifte bei van de Sand die Idee, eine Wählergruppe zu gründen, die sich um die Belange der Gemeinde Südlohn – Oeding kümmern solle. Zur Zeit sitzt er noch für die Grünen im Rat der Gemeinde, will aber nicht mehr kandidieren.

Wählerinitiative ist gegründet und will sich von klassischen Modellen verabschieden

Der erste Vorstand der neuen Gruppe: Vorsitzender Maik van de Sand (r.), sein Stellvertreter Helmut Schroer und Kassierer Kai Hartmann. © Katrin Sarholz

Ihm sei aufgefallen, dass sich viele Menschen themenorientiert in der Gemeinde Südlohn engagieren wollten, aber nicht in eine Partei eintreten würden, und genau für diese Leute sei die WSO gedacht. Bei der Infoveranstaltung vor einem Monat, die Maik van de Sand angestoßen hatte, stellte sich dann heraus, dass es in Oeding eine ähnliche Interessengruppe gab, die auch schon angedacht hatte, eine Wählergruppe zu gründen.

Mitglieder vom Kegelclub wollen etwas bewegen

„Unser Kegelclub trifft sich alle vier Wochen, wir diskutieren viel politisch und sind nicht immer zufrieden mit der Ratsarbeit,“ beschreibt Helmut Schroer die Anfänge. „Jetzt haben schon sieben aus unserem Kegelclub die Mitgliedschaft unterschrieben.“

Neue Gruppe grenzt sich von Parteien ab

„Die WSO ist keine Partei!“, betonte Maik van de Sand am Montag immer wieder. Das wurde auch deutlich bei der Verlesung und Besprechung der Satzung. Dort heißt es: „Die Wählergruppe WSO ist ein Zusammenschluss von politisch interessierten Einwohnerinnen und Einwohnern aus beiden Ortsteilen und jeden Alters, deren Zweck es ist, durch die Teilnahme mit eigenen Wahlvorschlägen an Wahlen für die Gemeindevertretung und deren anderen politischen Gremien bei der politischen Willensbildung mitzuwirken.“

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Ausschlusskriterium ist einzig, „wer Mitglied einer Organisation ist, die im Verfassungsschutzbericht des Bundes oder des Landes NRW als verfassungsfeindlich bezeichnet wird, oder offene Meinung zeigt/äußert, die den vorgenannten Organisationen nahe liegt.“

„Wir müssen uns von klassischen Modellen verabschieden“, führte Maik van de Sand aus. „Uns soll jede Meinung wichtig sein. Wir wollen ortsgebunden, offen, ideologiefrei und wertfrei sein. Wenn mehrere ein Interesse vertreten, kann man was bewirken.“

Strategische Ziele ins Auge gefasst

22 Teilnehmer im Seminarraum des Feuerwehrgerätehauses stimmten für die Gründung der Wählerinitiative Südlohn Oeding. Gemeinsam wollen sie bei den nächsten Treffen überlegen, welche strategischen Ziele sie verfolgen wollen, zeitnah werde eine Facebook- und eine Internetseite aufgebaut.

Ziel ist es, bei der nächsten Kommunalwahl antreten zu könnten und für die Gemeinde Südlohn Dinge bewegen können. Dafür müssen die Mitglieder in den nächsten Monaten aber auch noch etliche Unterschriften bei den Südlohnern und Oedingern sammeln.

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