Werner Stödtke ist der neue Bürgermeister von Südlohn und Oeding

hzKommunalwahl 2020

Werner Stödtke (parteilos) heißt der neue Bürgermeister von Südlohn und Oeding. Er holte bei der Kommunalwahl 53,44 Prozent der Stimmen.

Südlohn

, 13.09.2020, 20:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Werner Stödtke heißt der neue Bürgermeister von Südlohn und Oeding. Für ihn selbst überraschend, holte er im ersten Wahlgang am Sonntag 53,44 Prozent der Stimmen und damit die absolute Mehrheit. „Ich hatte mit einem guten Ergebnis gerechnet“, sagte ein überglücklicher Werner Stödtke nach der Wahl.

Dass er jedoch im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit holen würde, habe er nicht auf dem Schirm gehabt. Aufrichtig bedankte er sich bei den Wählern für das Vertrauen. Wirklich zu glauben schien er das auch noch nicht, als die Zuschauer im Wahlstudio im Haus Terhörne längst lautstark applaudierten.

Mitbewerber blieben chancenlos

Chancenlos blieben die anderen Bewerber Frank Engbers (CDU, 30,81 Prozent) und Maik van de Sand (WSO, 15,74 Prozent). Während Maik van de Sand das mit Blick auf das WSO-Ratsergebnis sportlich nahm, hatte Frank Engbers schon die Auszählung der einzelnen Bezirke mit versteinerter Miene verfolgt.

„Das ist definitiv nicht unser schönster Tag heute“, sagte er nachdem er dem neuen Bürgermeister gratuliert hatte. Frank Engbers muss dabei direkt zwei Niederlagen verdauen. Denn neben der Schlappe als Bürgermeisterkandidat hat die CDU auch die absolute Mehrheit im Südlohner Rat verloren.

Erdrutsch kostet die CDU ihre absolute Mehrheit

Auch bei der Verteilung der Sitze im Südlohner Rat gab es einen Erdrutsch: Die CDU-Fraktion fiel von 52,5 Prozent der Stimmen und 14 Sitzen im Südlohner Rat auf 37,23 Prozent. Zwar bekommt die CDU damit noch elf Sitze, allerdings hat der neue Rat durch Überhangmandate in Zukunft 30 Sitze.

WSO präsentiert sich als absoluter Überraschungssieger

Überraschungssieger der Wahl bleibt die neue Gruppierung WSO: Aus dem Stand holte die WSO - Offene Einwohnerbeteiligung 22,72 Prozent der Stimmen. Im neuen Rat wird die Gruppierung mit sieben Sitzen vertreten sein.

„Dass es mit dem Bürgermeister nicht geklappt hat, ist schade. Aber wir haben unsere Ziele mehr als erreicht“, erklärte Maik van de Sand, Vorsitzender der WSO, nach der Wahl. Maik van de Sand hatte im Vorfeld der Wahl mit zwei Sitzen im Rat gerechnet.

Zwei Bezirke in Oeding konnten die WSO-Kandidaten Bernd Schüring (Bezirk 9) und Thomas Wilke (Bezirk 10) sogar direkt gewinnen. Entsprechend laut brandete immer wieder der Jubel am Tisch der WSO auf.

Rechnerisch könnten das die Stimmen der ehemaligen Grünen-Fraktion, die bei dieser Wahl nicht mehr angetreten ist, zusammen mit den Verlusten der CDU sein. Genaue Wählerbewegungen werden allerdings auf kommunaler Ebene nicht analysiert.

Die Ergebnisse von UWG, SPD und FDP veränderten sich kaum: Allerdings hat die FDP in Zukunft wieder Fraktionsstärke und sitzt mit drei Vertretern im neuen Rat. Die UWG hat fünf, die SPD vier Sitze.

Die Wahlbeteiligung lag bei 64,98 Prozent und damit etwas besser als vor sechs Jahren. Damals hatten 62,1 Prozent der Südlohner und Oedinger ihre Stimmen abgegeben.

Kommunalwahl in Südlohn und Oeding verlief ohne Auffälligkeiten

Einmal ganz abgesehen von den Ergebnissen hatte Wahlleiter Mathias Lüke bereits am Nachmittag ein erstes, positives Fazit gezogen: Die Wahl in Südlohn und Oeding sei demnach völlig unauffällig verlaufen. „Es war natürlich ein riesiger Aufwand, alles nach den Vorgaben gegen das Coronavirus zu organisieren“, sagte er.

Gerade auch, weil bis zuletzt die Verordnungen noch einmal aktualisiert wurden. Am Wahlsonntag selbst sei aber alles glatt gegangen. Ein großes Lob sprach er in Richtung der Südlohner und Oedinger aus. Sie hätten sich ohne Ausnahme an die Vorkehrungen zum Schutz vor dem Coronavirus gehalten. Aber das war am Sonntagabend schon nur noch eine Randnotiz.

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