Wohngebiet Scharperloh: Gemeinderat will zweite Zufahrt möglich machen

hzBaugebiet Scharperloh

Hookspräsident Markus Schäpers machte die Sorgen der Anwohner von Scharperloh und Bree vor dem Gemeinderat deutlich: Zu schmal ist die eine Zufahrt, vor allem im Notfall. Der Rat lenkte ein.

Südlohn

, 13.10.2020, 17:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wieder hat sich der Gemeinderat mit der Zufahrt zum Baugebiet Scharperloh beschäftigt: Die Anlieger der Straßen Scharperloh und Bree hatten einen Bürgerantrag gestellt. Und Hookspräsident Markus Schäpers selbst konnte am vergangenen Mittwoch den Ratsmitgliedern die Sorgen und Bedenken der Anwohner deutlich machen.

Der Telefonkasten ist schon dreimal umgefahren worden

Der Vorsitzende der Nachbarschaft beschrieb den Kommunalpolitikern eindringlich, was den Anliegern unter den Nägeln brennt: Die eine, schmale Zufahrt zu ihren Straßen, ist der Weg zu aktuell 70, nach Fertigstellung des nächsten Bauabschnitts rund 100 Haushalten. Begegnungsverkehr sei dort, weil der Weg schmal ist und auch eine Kurve nimmt, kaum möglich.

Was wäre im Notfall? Und auch ohne Notfall sei es zu eng: „Der Telefonkasten da ist schon dreimal umgefahren worden“, wusste Markus Schäpers zu berichten. Die Forderung der Nachbarschaft: Die aktuelle, provisorische Baustraße als zweite Zufahrt ausbauen.

Die Baustraße, die provisorisch angelegt ist, wünschen sich die Anlieger der Straßen Scharperloh und Bree als ständige Zufahrt. Die Gemeindeverwaltung soll mit dem zuständigen Kreis Borken über eine Realisierung sprechen.

Die Baustraße, die provisorisch angelegt ist, wünschen sich die Anlieger der Straßen Scharperloh und Bree als ständige Zufahrt. Die Gemeindeverwaltung soll mit dem zuständigen Kreis Borken über eine Realisierung sprechen. © Markus Gehring

Bei den Ratsmitgliedern fand der Hookspräsident Gehör. „Wir stehen dem positiv gegenüber“, sagte Barbara Seidensticker-Beining für die SPD-Fraktion und fragte die Verwaltung nach Lösungsvorschlägen. „Ich kann keine schnelle Lösung anbieten“, sagte Bürgermeister Christian Vedder. Die Gemeindeverwaltung müsse das Gespräch mit dem Kreis Borken als zuständiger Behörde in diesem Fall suchen.

Gemeinderat will zweite Zufahrt möglich machen

„Wir können heute die Erwartungshaltung der Nachbarn nicht auflösen“, fasste Frank Engbers (CDU) zusammen. Gemeinde und Kreis müssten „die Köpfe zusammenstecken“, dann erwarte er Lösungsvorschläge an die Politik. Auch Jörg Schlechter (FDP) betonte, dass keiner „gegen eine vernünftige Lösung sein könne“. Wünschenswert sei es nur, dass sich an Fakten gehalten werde.

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Damit spielte er auf den Vergleich an, den die Nachbarschaft gezogen hatte: Sie hatten bereits 2018 einen zweiten Zugang zu ihrem Wohngebiet gefordert. Erfolglos. Und sich nun wieder an den Rat gewandt, weil dieser kürzlich mehrheitlich entschieden hatte, den Kookamp, die Zufahrt zum Baugebiet Burlo-West in Oeding, auszuweiten. Schon als Baustraße. Diesen Beschluss nahmen die Scharperlohner als Anlass für einen erneuten Anlauf.

Im Februar 2018 hatten die Kommunalpolitiker den Wunsch nach einer zweiten Zufahrt mit Blick auf die zu erwartenden hohen Kosten abgelehnt. Im Notfall könnten Rettungskräfte durch die „Sandstegge“ fahren, die durch einen herausnehmbaren Poller abgesperrt ist. In der jüngsten Ratssitzung war von Kosten keine Rede, die Verwaltung wurde beauftragt, mit dem Kreis zu reden. Der Bürgermeister sagte zu, die Anlieger des Wohngebiets über den Stand der Dinge zu informieren und die Angelegenheit zu einem Projekt für den Bauauschuss zu machen.

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