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AOK-Gesundheitsatlas: Große regionale Unterschiede bei Herzerkrankung in Westfalen-Lippe

Offenbar haben Menschen, die an KHK leiden, ein deutlich höheres Risiko für schwere Krankheitsverläufe bei einer Coronainfektion. © AOK/hfr
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Engegefühl in der Brust, Schmerzen, Luftnot. Das sind die typischen Beschwerden der Koronaren Herzkrankheit (KHK). Unbehandelt kann die chronisch verlaufende KHK schlimme Folgen haben: Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt und plötzlicher Herztod.

Allein in Westfalen-Lippe leiden 518.000 Menschen ab 30 Jahren an dieser Volkskrankheit, bundesweit sind es 4,9 Millionen Betroffene. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsatlas KHK des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) hervor.

„Ein wichtiges Ziel bei der Versorgung von KHK-Erkrankten ist neben Maßnahmen zur Lebensstiländerung auch ein optimales Krankheitsmanagement und eine gute strukturierte medizinische Versorgung“, sagt Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK NordWest. Dabei hilft die AOK ihren Versicherten mit dem speziellen Disease-Management-Programm (DMP) ‚AOK-Curaplan‘ und weiteren gezielten Angeboten.

Deutliche regionale Unterschiede

Der Gesundheitsatlas zeigt, dass es zwischen den Regionen in Westfalen-Lippe deutliche Unterschiede beim Anteil der KHK-Patienten in der Bevölkerung gibt: Wäh-rend in der Stadt Münster 6,0 Prozent der Einwohner ab 30 Jahren eine vom Arzt oder von einer Ärztin diagnostizierte KHK hatten, lag der Anteil in Gelsenkirchen und Herne bei 12,7 Prozent.

Krankheitshäufigkeit steigt im Alter an – Männer stärker betroffen

Die Krankheitshäufigkeit steigt mit zunehmendem Alter deutlich an. Männer sind in allen Altersgruppen stärker betroffen als Frauen. „Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern sind vor allem durch biologische Faktoren sowie durch unterschiedli-che Risikofaktoren wie das Rauchverhalten oder Bluthochdruck bedingt“, sagt Ackermann.

Risikofaktoren für KHK

Neben einer genetischen Veranlagung, einem höheren Alter und dem männlichen Geschlecht gibt es verschiedene Risikofaktoren, die die Entwicklung der KHK begünstigen. Dazu gehören die verschiedenen Einzelfaktoren des metabolischen Syn-droms: Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, starkes Übergewicht und Blutzu-ckererkrankungen. Aber vor allem das Rauchen stellt einen wichtigen Risikofaktor für die Entwicklung einer KHK dar.

KHK-Patienten haben erhöhtes Risiko für schwere Covid-19-Verläufe

Der AOK-Gesundheitsatlas geht auch der Frage nach, welche Auswirkungen das Coronavirus auf KHK-Patienten hat. „Nach aktuellem Wissensstand wird davon ausgegangen, dass für KHK-Betroffene im Falle einer SARS-CoV-2-Infektion ein um etwa zweifach erhöhtes Risiko für schwere Verläufe einer COVID-19-Erkrankung haben.

„Deshalb wird KHK-Patientinnen und –Patienten neben den allgemeinen Verhaltensmaßnahmen zur Verringerung eines SARS-CoV-2-Infektionsrisikos neben den Covid-19-Impfungen auch die jährliche Grippeschutzimpfung sowie die Pneumokokken-Impfung empfohlen“, so Ackermann.

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