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Die ausdrucksstarken Farben von Victor Tuxhorn

Ein Werk des Malers Tuxhorn.
Ein Werk des Malers Tuxhorn. © Thomas Kersten
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Victor Tuxhorn (1892-1964) gehört zur ersten Generation der Künstlerinnen und Künstlern des „Westfälischen Expressionismus“ und ist eine zentrale Figur der westfälischen Künstlerschaft. Beeinflusst von den Malereien von Vincent van Gogh und Paul Cézanne schuf Tuxhorn ein bedeutendes Werk mit lokalem Bezug zu Ostwestfalen. Er studierte an der Kunstgewerbeschule in Bielefeld bei Ludwig Godewols und gründete 1909 mit Peter August Böckstiegel, Heinz Lewerenz, Erich Lossie, Ernst Sagewka und Max Westhäuser die Künstlervereinigung Rote Erde. Die Künstler verband das Interesse an Darstellungen ihrer Heimat.

Victor Tuxhorn im Haus Opherdicke

Von 1921 bis 1923 studierte Victor Tuxhorn an der Kunstakademie Dresden bei Richard Dreher und setzte sich früh mit unterschiedlichen druckgrafischen Techniken auseinander. Besonders häufig entwickelte er Holzschnitte mit Motiven aus seinem privaten Umfeld. In der Tradition des Expressionismus stellte er die Motive abstrahiert, bunt, grob und flächig dar.

Kontinuierlich hat er charakteristische Sehenswürdigkeiten verschiedener Städte und Landschaften dargestellt. Besonders fasziniert hat ihn die unberührte Naturlandschaft im Norden, allen voran die Halligen. Mehrfach reiste er zur Nord- und Ostsee und verarbeitete die Skizzen zu vielfältigen Gemälden und Holzschnitten. Tuxhorn produzierte seine Motive innerhalb der Malerei, Zeichnung und in verschiedene Drucktechniken in Serie und in Kombination mit bunten Farben. Auffällig ist die Reduziertheit der Menschen in den christlich konnotierten Darstellungen, die mit einer expressiven Linie das Blatt ausfüllen

Expressionistische Landschaften und Porträts

Seine expressionistischen Landschaften und Porträts seiner Frau Erna verbindet das Interesse an einer ausdrucksstarken Farbkomposition. 1937 wurden im Zuge der Aktion „Entartete Kunst“ einige seiner Werke aus dem Städtischen Kunsthaus Bielefeld und der Städtischen Kunstsammlung Gelsenkirchen beschlagnahmt. Im gleichen Jahr beantragte er die NSDAP-Mitgliedschaft und war ab 1941 für einige Zeit Presseamtsleiter im Ortsverband Schildesche. Nach dem Zweiten Weltkrieg fokussierte sich Victor Tuxhorn auf Blumenstillleben und Landschaftsbilder aus Süditalien und der Nordsee.

Haus Opherdicke zeigt Tuxhorn in Kooperation

Die Ausstellung ist noch bis zum 19. Februar 2023 im Museum Haus Opherdicke zu sehen und findet in Kooperation mit dem Herforder Kunstverein im Daniel-Pöppelmann-Haus e.V. und dem Freundeskreis Victor Tuxhorn e.V., Bielefeld, statt.

Weitere Infos unter: www.museum-haus-opherdicke.de

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