Coronavirus

357 Euro Strafe wegen zweier Brötchen? Ehepaar soll gegen Maskenpflicht verstoßen haben

Ein Ehepaar soll über 350 Euro Strafe zahlen, weil es zwei Brötchen auf einer Bank in einer Fußgängerzone verspeist hat. Das Ehepaar hat Beschwerde gegen den Bußgeldbescheid eingelegt.
Ein Ehepaar soll wegen des Verstoßes gegen die Maskenpflicht ein Bußgeld zahlen. © picture alliance/dpa

Für ein Ehepaar aus Gifhorn ist der Verzehr von zwei Brötchen zu einem teuren Unterfangen geworden. Das Paar hatte im vergangenen November in der Fußgängerzone in Barsinghausen bei Hannover auf einer Sitzbank Platz genommen, um die Brötchen zu essen. Zwei Beamte des Ordnungsamt hatten das Paar daraufhin angesprochen und ihre Personalien aufgenommen, wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (HAZ) berichtet. Das Ehepaar habe gegen die Maskenpflicht in der Fußgängerzone verstoßen.

Ehepaar soll gegen Maskenpflicht verstoßen haben

Dabei hatte die Region Hannover die geltenden Corona-Regeln zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht verschärft, sondern lediglich erste Vorschläge zur Erweiterung der Maskenpflicht bekannt gegeben. Demnach sei das „Essen im Sitzen“ zum Zeitpunkt des angeblichen Verstoßes noch nicht rechtswidrig gewesen. Als das Ehepaar sich mit einem Zeitungsbericht, der diesen Umstand bestätigte, an das Ordnungsamt Barsinghausen wandte, hatte man das Anliegen jedoch bereits an die zuständige Infektionsschutzbehörde der Region Hannover weitergeleitet, berichtet die „HAZ“.

Wenig später habe das Paar aus Gifhorn zwei Anhörungsbögen erreicht, gegen die die beiden mündliche Beschwerde einlegten. Einige Monate danach seien dann auch die Bußgeldbescheide über rund 357 Euro per Post gekommen – zur Verärgerung der Gifhorner. „So dürfen die Behörden nicht mit uns Bürgern umgehen“, sagte das Ehepaar der „HAZ“. Erst ein schriftlicher Einspruch habe das Missverständnis schließlich auflösen können. Die Verfahren gegen die beiden wurden eingestellt.

RND

Der Artikel "357 Euro Strafe wegen zweier Brötchen? Ehepaar soll gegen Maskenpflicht verstoßen haben" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland
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