Lufthansa-Airbus aus München muss in Angola notlanden Mehr als 200 Passagiere sitzen fest

Eine Passagiermaschine der Lufthansa rollt zu ihrer Parkposition
Wegen eines Triebwerksausfalls musste ein Lufthansa-Airbus aus München in Angola notlanden. (Symbolbild) © picture alliance/dpa
Lesezeit

Mit nur einem laufenden Triebwerk ist ein Airbus der Lufthansa außerplanmäßig in Angolas Hauptstadt Luanda gelandet.

Zuvor hatte der Pilot das andere Triebwerk der A350-900 abgeschaltet, weil technische Unregelmäßigkeiten angezeigt worden waren, wie das Unternehmen am Montag berichtete. Der Zwischenfall hatte sich bereits am Samstag auf dem Flug LH575 von Kapstadt nach München ereignet, bei dem 271 Passagiere an Bord waren.

Erst nach Stunden des Wartens habe man das Flugzeug verlassen dürfen, berichtete einer der Passagiere dem „Stern“. Das Militär in Angola habe demnach sämtliche Pässe einkassiert, da die Passagiere nicht die erforderlichen Einreisedokumente für das Land hatten. Die Hotelübernachtungen für die Gestrandeten seien aber wohl von der Lufthansa arrangiert worden. Informationen zur Weiterreise habe es von der Airline aber bisher nicht gegeben, berichtet ein Passagier gegenüber der Zeitung.

Nach Informationen von ntv haben die Passagiere von der Lufthansa im späteren Verlauf neue Tickets mit unterschiedlich organisierten Rückreisen erhalten. Einem Passagier wurde demnach von der Lufthansa als frühester Rückflug der 7. Dezember angeboten. Einer Familie mit drei Kindern wurde als nächste Rückreisemöglichkeit der 12. Dezember genannt.

Ein Lufthansa-Sprecher wies Berichte zurück, dass das Triebwerk gebrannt habe. Aktuell sei ein Techniker-Team nach Luanda unterwegs, um das Flugzeug zu überprüfen. Die Sicherheit an Bord sei zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt gewesen. Die Passagiere seien sämtlich umgebucht oder in Hotels untergebracht worden. Das Flugzeug ist mit fünf Jahren vergleichsweise jung.

dpa/rej