Symbolbild: Viele Gastronomen weisen schon vor der Tür auf die 2G-Regeln hin. © picture alliance/dpa
Corona-Pandemie

2G-Regel in der Gastronomie – so will die Stadt Vreden kontrollieren

Trübe Aussichten beziehungsweise leere Teller und Gläser für alle Impfmuffel: Seit letzter Woche bleibt ihnen die Tür zum Lieblingslokal verschlossen. Doch wie wird das in Vreden kontrolliert?

In Nordrhein-Westfalen gelten seit der vergangenen Woche strenge Corona-Zugangsbeschränkungen. Im gesamten Kultur- und Freizeitbereich, etwa bei Konzerten, in Museen oder Bibliotheken, müssen Ungeimpfte/Nicht-Genesene draußen bleiben. Das gilt auch für den Gastronomiebereich: Das Feierabendbier oder die Pizza beim Lieblingsitaliener beispielsweise darf nur genießen, wer entweder geimpft oder genesen ist (2G).

Bernd Kemper, Erster Beigeordneter, setzt auf den offenen Dialog.
Bernd Kemper, Erster Beigeordneter, setzt auf den offenen Dialog. © Archiv © Archiv

In Diskotheken, Clubs und bei Karnevals- und Brauchtumsevents gilt – Stand Mittwochmorgen (1. Dezember) – die verschärfte 2G-Plus-Regelung. Geimpfte und Genesene müssen also zusätzlich einen negativen Testnachweis vorzeigen können, wobei PCR-Tests 48 Stunden, Schnelltests mit Zertifikat 24 Stunden gültig sind. Diese Regel muss auch bei privaten Feiern mit Tanz wie Geburtstags- oder Hochzeitsfeiern angewandt werden. Ausnahmen gibt es für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahre.

Gibt es Kontrollen in Vreden?

Da stellt sich die Frage, wie die Kommunen die Einhaltung der Regeln kontrollieren wollen und eventuelle Verstöße ahnden werden – speziell in der Gastronomie.

Die Stadt Vreden wird zunächst alle Gastronomiebetriebe anschreiben und setzt zusätzlich auf einen offenen Dialog. „Wir haben sehr gute Erfahrungen damit gemacht, ins Gespräch zu gehen“, sagt Bernd Kemper, Erster Beigeordneter.

Zudem wird die Stadt stichprobenartig und jeweils kurzfristig kontrollieren, wozu jeweils zwei Mitarbeiter des Ordnungsamtes im Einsatz sind. Für großflächigere Kontrollen habe man nicht die Kapazitäten, so der Erste Beigeordnete.

Bernd Kemper, Erster Beigeordneter, setzt auf den offenen Dialog.
Bernd Kemper, Erster Beigeordneter, setzt auf den offenen Dialog. © Archiv © Archiv

„Es wird zunächst bei mündlichen Hinweisen beziehungsweise Verwarnungen bleiben“, so Kemper. Fielen hier jedoch vermehrt Verstöße auf, würden diese natürlich auch sanktioniert. Er weist in diesem Zusammenhang auf den gültigen Bußgeldkatalog hin. Wer wissentlich einen Gast einlässt oder bedient, der nicht über einen der vorgeschriebenen G-Nachweise verfügt, kann zum Beispiel mit einem Bußgeld in Höhe von 1000 Euro belangt werden.

Stichwort Vertrauen

So weit müsse und würde es sicher auch nicht kommen, meint Bernd Kemper. „Es ist auch eine Vertrauensfrage“, betont er. Die 2G-Regel mit entsprechenden Kontrollen sorge bei vielen Gästen für Sicherheit und ein gutes Gefühl. In der aktuellen Lage könne sich kein Gastronom erlauben, dieses Bedürfnis zu missachten.

„Wenn ich nicht kontrolliert werde, gehe ich ja davon aus, dass es bei anderen genauso ist“, ergänzt Kemper. Der Gast käme dann womöglich nicht wieder und suche sich beim nächsten Mal ein Lokal, wo er ohne Angst vor einer Ansteckung seinen Kaffee trinken könne.

Ohnehin sei Kommunikation hier der Schlüssel, weiß Kemper und betont noch einmal die guten Gespräche zwischen Gastronomie und der Stadt Vreden.

Der neue Lokalsport-Newsletter für Haltern

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Halterner Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.