Alles zurück auf Anfang

Vreden Erstens kommt es anders...: Überrascht zeigten sich nicht wenige Mitglieder des Bauauasschusses, als ihnen nun die Kehrtwende für ein Projekt vorgelegt wurde, das nicht zum ersten Mal auf der Tagesordnung stand.

15.01.2008, 18:57 Uhr / Lesedauer: 1 min

Alles zurück auf Anfang

<p>Neubaupläne bestehen seit einiger Zeit für diesen Supermarkt-Standort an der Oldenkotter Straße. Jetzt wurde eine völlig neue Planung beantragt, bei der die Bebauung vom Kreisel zurück weichen würde. Winter-Weckenbrock</p>

Es ging erneut um den Plan für den Neubau eines Supermarkts an der Oldenkotter Straße in unmittelbarer Nähe des Kreisverkehrs. Noch wenige Wochen zuvor war im Ausschuss ausführlich darüber beraten worden, mit welcher Variante es denn nun weiter gehen sollte. Dabei stand die Fassadengestaltung unmittelbar zum Kreisverkehr hin im Mittelpunkt der Diskussion (Münsterland Zeitung berichtete).

"Jetzt haben wir es mit einer grundsätzlichen Änderung zu tun", stellte Joachim Hartmann fest. Der Leiter des Fachbereichs Bauen berichtete, dass nun auf dem Gelände doch ein "klassischer, rechteckiger Markt" gebaut werden soll. Bislang war eine verschwenkte Lösung unmittelbar am Kreisverkehr vorgesehen gewesen. Jetzt soll das Gebäude jedoch auf der gegenüber liegenden Seite der zur Verfügung stehenden Fläche entstehen, im Gegenzug die Parkplätze zum Kreisel hin liegen. Die Zu- und Abfahrt soll über die Oldenkotter Straße erfolgen. Hartmann: "Die bisherige städtebauliche Geschlossenheit wird damit geöffnet. Das ist sicher nicht nur positiv, aber unter dem Strich ist die Lösung aber nicht komplett unverträglich." Allerdings stelle dies eine völlige Neuplanung dar. Das bedeute, dass auch das Planverfahren praktisch bei Null anfange und alle erforderlichen Schritte wie Gutachten durchlaufen müsse.

Hartmann unterstrich, dass der Standort als solcher gut für einen Lebensmittelmarkt sei. Jedoch seien die Rahmenbedingungen eben nicht optimal. Deshalb gelte es nun, einen Kompromiss zu entwickeln: "Es ist auf Kante genäht. Aber es geht."

Das erste Echo fiel in den Reihen der Politik unterschiedlich aus. Reinhard Laurich (SPD) befürchtete negative Auswirkungen durch die Lage des Parkplatzes. Hermann Geesink (CDU) signalisierte Unterstützung für den Antrag; allerdings sei ein Flachdach "nicht so sinnvoll". Gerd Welper (Grüne) betonte, dass es um eine nachbarschaftsverträgliche Planung gehe. to

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