Andreas Becking tritt ohne Wehmut als Leiter der Vredener Feuerwehr zurück

hzFeuerwehr Vreden

Nach 24 Jahren im Führungsdienst wurde Andreas Becking in der vergangenen Woche als Wehrführer der Feuerwehr Vreden verabschiedet. Erhalten bleibt er der Feuerwehr dennoch.

Vreden

, 26.06.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dass es bei der Feuerwehr in Vreden zu einem Wechsel in der Führungsebene kommen würde, war von langer Hand geplant. Bereits Ende 2017 hatte ihr bisheriger Leiter, Andreas Becking, signalisiert, für eine zweite Amtszeit nicht zur Verfügung zu stehen. „Der zeitliche Aufwand als Leiter der Feuerwehr war immens. Die Aufgabe hat mich an meine Belastungsgrenze geführt“, erklärte er im Gespräch mit der Redaktion.

Andreas Becking tritt ohne Wehmut als Leiter der Vredener Feuerwehr zurück

Der neue Wehrführer Christian Nienhaus (l.) bedankt sich bei seinem scheidenden Vorgänger Andreas Becking. © Freiwillige Feuerwehr Vreden

In der vergangenen Woche wurde Andreas Becking nun auf offiziell mit allen Ehren verabschiedet. Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch geriet bei seiner Dankesrede regelrecht ins Schwärmen: „Er ist Feuerwehr mit Leib und Seele und motiviert seine Kameraden immer wieder durch Bodenständigkeit und Humor.“ Kreisbrandmeister Johannes Thesing schlug in dieselbe Kerbe: „Du hast immer deinen Mann gestanden und jeder konnte sich unter deinem Kommando sicher fühlen.“ Durch den Bezirksbrandmeister Oliver Wegner wurde Andreas Becking feierlich das Deutsche Feuerwehr Ehrenkreuz in Silber verliehen.

Bereits seit 1977 in der Feuerwehr Vreden

Bereits 1977 war Andreas Becking der Feuerwehr in Vreden beigetreten. 1995 übernahm er den Posten des Löschzugführers des Löschzuges Stadt Vreden. Bei zahlreichen Großprojekten, wie den Neubauten der Gerätehäuser in Vreden und Ammeloe oder der Erneuerung des gesamten Fuhrparks war Andreas Becking beteiligt. Nach 24 Jahren im Führungsdienst sah er den Zeitpunkt gekommen, kürzerzutreten.

„Ich habe mir immer gesagt, dass für mich spätestens im Alter von 60 Jahren Schluss sein soll. Ich wollte einer vernünftigen Neuregelung auch nicht im Wege stehen“, berichtet der heute 59-Jährige. Für Andreas Becking waren vor allem die familiären Gründe ausschlaggebend: „Man unterschätzt die Aufgabe schnell. Es sind ja nicht nur die Einsätze, bei denen man Präsenz zeigen muss, sondern auch die zahlreichen anderen Termine.“ Als Führungskraft habe er versucht, immer dabei zu sein.

Andreas Becking tritt ohne Wehmut als Leiter der Vredener Feuerwehr zurück

Die Brandserien in Vreden waren für Andreas Becking eine besondere Herausforderung. © Foto: Thorsten Ohm

Ganz besondere Erinnerungen hat der scheidende Leiter der Feuerwehr an die Brandserien. „Es war eine große Belastung. Die Einsätze gingen teilweise über Tage und die Temperaturen waren ähnlich hoch wie aktuell. Nichtsdestotrotz: Wenn bei uns der Melder geht, stehen wir bereit.“

Andreas Becking ist froh über „sehr, sehr gute Lösung“

Nun ist Andreas Becking froh, dass mit Christian Nienhaus ein geeigneter Nachfolger für ihn gefunden wurde. Zudem wurde Tobias Gevers mit seinem Stellvertreter Carlo Schepers als neue Löschzugführung für den Löschzug Vreden-Stadt ernannt. „Ich bin der Meinung, dass wir eine sehr, sehr gute Lösung gefunden haben“, sagt Andreas Becking. Er selbst hat bei der Suche nach dieser „Lösung“ mit im Boot gesessen. Die neue Wehrführung wurde für sechs Jahre ernannt.

Eine Verabschiedung von Andreas Becking gab es in der vergangenen Woche aber nicht. „Ich werde der Feuerwehr aktiv erhalten bleiben“, betont der 59-Jährige, „aber als ganz normales Mitglied.“

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