Mit Video: Aufstiegsteam der SpVgg Vreden ist Teil des Goldenen Buches

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Es waren ganz besondere Unterschriften, die Vorstand, Spieler und Betreuer der SpVgg Vreden am Samstag im Rathaus in einem großen Buch im Burgkeller platzierten. Unterschriften für die Ewigkeit.

Vreden

, 24.08.2020, 18:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war ein großer Triumphmarsch, den die Aufstiegsmannschaft der SpVgg Vreden am späten Samstagnachmittag Mitten in Vreden hinlegte. In den extra angefertigten Aufsteiger-T-Shirts, mit passend blauem Mundschutz und unter musikalischer Begleitung des Spielmanns- und Fanfarenzuges Vreden zogen die Spieler durch die Burgstraße zum Rathaus. Und dort wurde der gesamten Truppe eine ganz besondere Ehre zuteil.

Wenn man so will, war es ein Eintrag für die Ewigkeit, den Spieler, Vorstand und Betreuer da am Samstag vollzogen. Denn sie alle trugen sich in das Goldene Buch der Stadt Vreden ein. Und wem diese Ehre zuteil wird, der hat sich für die Stadt ganz besonders verdient gemacht. Im Falle der Spielvereinigung war dies der Oberliga-Aufstieg in der coronabedingt abgebrochenen Fußball-Saison.

Die Spieler feierten ihren großen sportlichen Erfolg auch vor dem Rathaus noch einmal.

Die Spieler feierten ihren großen sportlichen Erfolg auch vor dem Rathaus noch einmal. © Till Goerke

„Es ist großartig, was Ihr geleistet habt. Jetzt könnt Ihr den Namen unserer Stadt noch weiter ins Münsterland tragen und noch bekannter machen“, würdigte die stellvertretende Bürgermeisterin, Christiane Albers, die Meisterleistung, ehe es zum großen Akt kam.

Goldenes Buch liegt im Burgkeller aus

Den Anfang machte der Vorsitzende Christoph Kondring, ehe die Spieler der Reihe nach in das Standesamt im Burgkeller traten, um sich mit einer Unterschrift im mit Leder eingebundenen Goldenen Buch der Stadt zu verewigen.

So manch ein Spieler zelebrierte die Unterschrift regelrecht. Es war eben eine ganz besondere Unterschrift, die da im dicken Buch mit dem Stadtwappen platziert wurde. „Es ist für uns alle eine unfassbar große Ehre“, fasste es Fußballobmann Ede Kampshoff stellvertretend fürs Team zusammen.

Nur wenige Einträge pro Jahr

Nachvollziehbar, denn pro Jahr wird nicht vielen diese Ehre zuteil. „Es variiert, aber viel mehr als vier bis fünf sind es nicht“, so Birgit Kemper von der Stadtverwaltung. Verewigt haben sich beispielsweise bisher Politiker wie Michael Groschek oder Peer Steinbrück, der Bischof von Münster sowie auch der größte lebende Mensch, Sultan Kösen.

Aber auch viele Vredener Bürgerinnen und Bürger, die sich in besonderer Weise um die Stadt verdient gemacht oder besondere Leistungen in den Bereichen Sport und Kultur erbracht haben, sind im Goldenen Buch der Stadt zu finden. Das aktuelle Buch gibt es seit Anfang der 90er-Jahre. Und wenn es nicht gerade im Burgkeller ausgelegt ist, verschwindet es hinter einer dicken Panzertür im Safe.

Das aktuelle Goldene Buch der Stadt Vreden gibt es seit Anfang der 90er-Jahre.

Das aktuelle Goldene Buch der Stadt Vreden gibt es seit Anfang der 90er-Jahre. © Till Goerke

Mit Blick auf die bisherigen Einträge ist klar, dass das Buch auch noch die kommenden Jahren befüllt werden kann. Geschätzt erst ein Viertel der Seiten ist gefüllt. „Da passt also noch einiges rein“, so Birgit Kemper. Das erste Goldene Buch der Stadt Vreden ist übrigens deutlich kleiner.

Verein dankt der Stadt für die Förderung

Das Goldene Buch der Stadt Vreden wurde erstmals am 11. Juli 1952 anlässlich des dreifachen Jubiläums „1150 Jahre Kirche - 900 Jahre Stadt - 700 Jahre Festung“ aufgelegt. Im Rahmen dieser Jubiläumsfeiern wurde auch das neue Rathaus in einer Festsitzung des Rates der Stadt eingeweiht. Als erste Personen trugen sich der damalige Bürgermeister Johann Lansing, Stadtdirektor Hermann Fisser sowie die Ratsmitglieder der Stadt Vreden ein.

Übrigens, das sei betont, haben sich beim jüngsten Eintrag nur jene Spieler und Verantwortlichen im Goldenen Buch der Stadt verewigt, die auch tatsächlich zum Aufstiegsteam gehörten. Auch jene Spieler, die die SpVgg mittlerweile verlassen haben, waren dabei. Und natürlich auch Ex-Coach Rob Reekers. „Also alle, die dabei geholfen haben, dass unser Traum nach Jahrzehnten des Wartens wahr wurde“, so der SpVgg-Vorsitzende.

Und obwohl das Wetter nach dem Einzug ins Rathaus schlagartig kippte und es in Strömen regnete, die Laune konnte es dem Team nicht verderben. „Wir werden jetzt noch eine kleine coronakonforme Feier dranhängen“, so Fußballobmann Ede Kampshoff, ehe er und das Team den Burgkeller Richtung Burgschänke verließen.

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