Aus einem Ball wird eine bunte Blume

Pflanzaktion für Kinder

In einer langen Reihe marschieren Kinder mit bunten Jacken die Berkel entlang. In den Händen halten sie Tüten gefüllt mit vielen kleinen Samenbällen. Der kleine Acker zwischen Berkelsee und Angelteich wird durch die Hilfe der vielen Schüler bald neu erblühen.

VREDEN

, 14.04.2016, 18:51 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auf diesem Acker werden durch die Hilfe der Kinder bald wieder schöne Wildblumen erblühen.

Auf diesem Acker werden durch die Hilfe der Kinder bald wieder schöne Wildblumen erblühen.

Schon von weitem hört man das vergnügte Schreien der Kinder. Wie bunte Punkte hüpfen sie auf dem Feld herum, treten hier und da einen Samenball in die Erde. Udo Kleingries vom Bauhof in Vreden gibt den Schülern genaue Anweisungen. "Die Samenbälle müssen ungefähr bis zur Hälfte im Acker versinken", erklärt er den Zweitklässern der St.-Norbertschule.

In Zusammenarbeit mit dem Förderverein Kulturlandschaft Vreden hat die Stadt eine besondere Aktion auf die Beine gestellt: Sie nennt sich "Vredener Frühlingsgruß". Mit ihr soll die biologische Vielfalt in der Umgebung gefördert werden. Mehrere Pilotflächen wurden bereits mit heimischen Blumenmischung eingesät, denn sie "bieten ganzjährig Nahrungs-, Rückzugs und Reproduktionsräume für typische Tier- und Pflanzenarten der Agrarlandschaft", heißt es dazu in dem Anschreiben der Stadt an die Schulen und Kindergärten in Vreden, die ebenfalls in die Aktion eingebunden wurden.

480 Kinder unterwegs

An vier verschiedenen Stellen waren Kinder der Kindergärten St. Georg, St. Marien, St. Bruno und St. Nikolaus, der Kindertagesstätten Der kleine Prinz und Vergissmeinnicht, der St.-Norbertschule, der Hamalandschule und der St.-Felicitas-Schule gestern unterwegs. Zusammengerechnet sind das rund 480 Kinder, die sich mit viel Arbeit und Mühe für die heimische Natur eingesetzt haben. Die Samenbälle haben die Kinder im Vorfeld selbst hergestellt.

"Das war eine ganz schöne Matscherei", erzählen die Klassenlehrer André Stroetmann und Karin Jostschulte. "Aber den Kindern hat es großen Spaß gemacht." Mit einer genauen Anleitung und dem Rezept für die Samenbälle wurde in den Schulen und Kindergärten gematscht, gerührt und gerollt. Aus Mutterboden, einer Samenmischung aus Wildblumen, Tonerde und Wasser bestehen die kleinen Bällchen, die nicht komplett eingepflanzt oder untergegraben werden müssen. "Sie lösen sich bei Wasser auf und die Samen können sich verteilen", sagt Udo Kleingries.

Große Blumenwiese

Die Kinderschar jedenfalls findet großen Gefallen an der Aktion. "Das Basteln der kleinen Bälle hat so viel Spaß gemacht", sagt Leni. Ihre Freundin Elise nickt und erzählt: "Ich finde es schön, dass der Acker hier bald wieder blühen kann. Dann entsteht hier eine große Blumenwiese." Und Matthis findet es wichtig, dass man der Natur hilft: "Durch die Samenbälle, die wir im Innenhof unserer Schule gemacht haben, kann hier bald etwas Neues wachsen."

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