Autor Georg Bühren lässt sich von Vreden zu einem Krimi inspirieren

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Das Schwarze Venn in Vreden wird das Geheimnis des Dorfpolizisten nicht ewig für sich behalten. Das ist ganz grob die Geschichte, die Autor Georg Bühren in der Grenzregion angesiedelt hat.

Vreden

, 21.10.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schmutzige Geschäfte und Mord in Vreden, Ammeloe und Lünten, Schmuggler an der Grenze und ein Geheimnis, das tief im Moor vergraben liegt. Aus diesen Ideen hat Autor Georg Bühren einen Krimi gemacht. Die Geschichte mit dem Titel „Das Moor schweigt nie“ spielt in der Region rund um Vreden.

„Die Grenzregion ist einfach wahnsinnig spannend und mit seinen Erzählungen über die grüne Grenze und die Schmugglerpfade prädestiniert für einen Krimi“, meint Georg Bühren. Und so siedelte er den Krimi genau hier an.

Dorfpolizist hat ein dunkler Geheimnis im Moor versteckt

Kurz zum Inhalt: Im Fokus steht Dorfpolizist Martin Gerwink. In dem kleinen Ort hat er selten größere Fälle. Doch als der örtliche Großbauer Bernhard Droste-Terhahn altersbedingt stirbt, ändert sich plötzlich alles. „Dieser Bauer hatte viel Geld und man weiß nicht so richtig woher. Er hat die Gegend wie ein Gutsherr beherrscht“, erzählt Georg Bühren. Sein Sohn kann die Lücke, die der Vater hinterlassen hat, nicht wirklich ausfüllen.

  • Der Krimi „Das Moor schweigt nie“ ist in der Achterland Verlagscompagnie erschienen und kostet 16 Euro.
  • Einige Exemplare sind im Kult in Vreden erhältlich.
  • Das Buch kann auch beim Verlag bestellt werden: achterboek@planet.nl
  • Weitere Infos zum Autor und Direktbestellungen unter www.achterland-krimi.de

Dann ereignen sich plötzlich seltsame Dinge in dem Dorf. Besorgte Bürger berichten dem Dorfpolizisten von nächtlichen Lichtern über dem Moor, eine Privatmiliz ist auf dem Hof des Großbauern im Einsatz und dann kommt auch noch ein Schatzsucher, der im Schwarzen Venn seinem Hobby nachgehen möchte. Doch genau dort hat Dorfpolizist Michael Gerwink vor 30 Jahren seine dunkle Vergangenheit begraben. „Am Ende steigert sich die Geschichte zu einem Thriller“, kündigt Georg Bühren an.

Fiktives Aarloh ist ein Zusammenschluss aus echten Dörfer

Das Dorf heißt in dem Krimi allerdings nicht Vreden, sondern Aarloh. Ein fiktiver Ortsname, den der Autor mit Absicht gewählt hat: „Ich finde es komisch, wenn man so einen Ort zu detailgetreu darstellt. Der Leser muss die Spur des Mörders nicht durch das eigene Wohnzimmer verfolgen.“ Stattdessen sei Aarloh eine Zusammenführung von Vreden, Ammeloe, Lünten und Borken und den Erfahrungen, die er dort gemacht.

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„Ich glaube, dass ich die Atmosphäre und die Art, wie die Menschen miteinander umgehen, ganz gut getroffen habe“, meint Georg Bühren. Das Schwarze Venn hat er in Anlehnung an das Schwatte Gatt so genannt und auch die Grenze spielt in dem Krimi eine wichtige Rolle. Ein Handlungsstrang ist nämlich die Geschichte des Dorfpolizisten vor 30 Jahren, als der grenzübergreifende Schmuggel ein großes Thema war.

Arbeit führte Georg Bühren immer wieder nach Vreden

Georg Bühren kennt Vreden gut, auch wenn er in Münster wohnt. Er ist in einer Bauerschaft in Mettingen im Kreis Steinfurt aufgewachsen, hat später in Münster bildende Kunst und Germanistik studiert und war dann als Journalist beim WDR tätig. Seine Arbeit hat ihn auch immer wieder nach Vreden geführt. „Ich habe über die alten Schmugglergeschichten berichtet und Vorträge über die niederdeutsche Sprache gehalten“, erzählt Georg Bühren.

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Beim WDR war er unter anderem zuständig für eine Krimireihe, er hat Drehbücher für seine Dokumentarfilme über das Landleben, Hörbücher und Theaterstücke geschrieben. Vor zehn Jahren hat er den historischen Roman „Das Zirkular“ veröffentlicht.

Fortsetzung soll wieder in der Region rund um Vreden spielen

Inzwischen ist der 65-Jährige im Ruhestand und nimmt sich momentan viel Zeit zum Schreiben. Seinen Schreibstil beschreibt er so: „Ich möchte ein bisschen Humor in die doch eher dröge Krimiwelt bringen. Schließlich will ich beim Schreiben ja auch selber Spaß haben.“

Die Idee zu „Das Moor schweigt nie“ ist ihm vor drei Jahren gekommen. Inzwischen arbeitet er bereits an einer Fortsetzung, die wieder im Vreden-inspirierten Aarloh spielen und schon im Oktober 2021 fertig sein soll. „Ich bin da gerade sehr fleißig, weil ich auch selber wissen will, wie es mit den Figuren weitergeht. Ich habe immer gedacht, das ist Quatsch, wenn Autoren sowas erzählen. Aber man entwickelt tatsächlich eine seltsame Beziehung zu seinen Figuren“, berichtet Georg Bühren.

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