Beate Winkelhaus an der Tür ihres Salons in Stadtlohn. Ab Mai öffnet sie nur noch hier ihre Türen, denn den Salon in Vreden hat sie aufgegeben. © Lisa Wissing
Handwerksbetrieb

Beate Winkelhaus schließt nach 14 Jahren ihren Friseursalon in Vreden

Der Salon „Haarmonie“ bleibt nicht weiter in Vreden bestehen. Inhaberin Beate Winkelhaus möchte sich auf ihren Friseursalon in Stadtlohn konzentrieren. Ein Umzug, der lange geplant war.

Der Friseursalon „Haarmonie“ besteht seit rund 14 Jahren an der Parkstraße in Vreden. Geschäftsführerin Beate Winkelhaus hat sich nun dafür entschieden, den Salon zu schließen. Somit wird sie künftig nur noch den Salon an der Tillystraße in Stadtlohn führen.

Schließung nicht allein durch die Pandemie

„Natürlich hat die Corona-Pandemie da mitgespielt, aber das war nicht der Hauptgrund der Schließung“, erklärt Beate Winkelhaus. Der Salon in Vreden war ihr erster eigener Friseursalon. Mit ihm sei sie durch Höhen und Tiefen gegangen, so die Besitzerin. „Ich würde es aber jederzeit wieder genauso machen.“

Beate Winkelhaus habe den Salon in Stadtlohn vor drei Jahren mit dem Hintergedanken eröffnet, so oder so ganz dort einzuziehen. „Eigentlich war es nicht so früh geplant, aber durch die Zeit in der Pandemie, die ich zum Nachdenken hatte, ist mir klargeworden: Worauf soll ich noch warten, ich zieh es jetzt durch“, erzählt sie.

Ein Stück Vreden nimmt sie mit

Für neues Personal musste sie nicht sorgen, denn sieben ihrer Mitarbeiterinnen aus Vreden fangen im Salon in Stadtlohn an. „Wir sind ein wirklich sehr harmonisches Team und ich freue mich auf die kommende Zeit“, so die Saloninhaberin.

In ihrem Friseursalon in Stadtlohn nutze sie jetzt den schon vorher vorhandenen Platz. „Mit Blick auf die Corona-Krise wird es auf jeden Fall nicht zu eng“, versichert sie. Neben dem Salon bietet Beate Winkelhaus auch eine kleine Terrasse mit einem Garten. Hier können ihre Kunden den typischen Kaffee genießen, den es sonst im Salon in Vreden gäbe.

Auch die Fußpflege und kosmetische Behandlung würden in Stadtlohn mit übernommen. Für Behandlungen im Gesichtsbereich sind negative Corona-Schnelltests nötig. Eine Ausnahme dabei ist etwa das Färben von Augenbrauen. Die Pandemie macht sich nicht nur bei den Kunden bemerkbar. Sämtliche Seminare fielen aus. Doch Beate Winkelhaus nutzt dafür Webinare, um sich und ihre Kollegen und Kolleginnen weiterzubilden.

Kunden kommen immer noch nach verunglückten Färbeversuchen

Doch einen Vorteil bietet die Pandemie der Saloninhaberin. „Mein Spezialgebiet ist ja die Haarfarbenrettung und nach dem ersten Lockdown haben mich sehr viele Kunden danach gefragt“, sagt sie lächelnd. Die Nachfrage sei zwar jetzt nicht mehr so extrem wie nach dem ersten Lockdown, aber noch einige Kunden kämen deswegen in ihren Salon.

Bis Ende April schneiden die Friseurinnen bei „Haarmonie“ in Vreden die Haare. „Am 27. April ist dann der letzte Arbeitstag“, erzählt Beate Winkelhaus. Sie betont, dass sie für die Kunden sowie Arbeitskollegen in Vreden dankbar sei und sich freue, diese in Stadtlohn begrüßen zu dürfen.

In einer ersten Version dieses Artikels hatten wir berichtet, dass für Gesichtsbehandlungen keine negativen Schnelltest benötigt werden. Am Montag 19. April hat Beate Winkelhaus das korrigiert. Sie erklärt: „Für unsere kosmetischen Gesichtsbehandlungen werden negative Schnelltests benötigt. Das Färben von Augenbrauen etwa stellt dabei eine Ausnahme dar.“

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