Beliebte Figur kommt zurück an die Berkel

Die Badende

"Sie ist noch in der Reha." Der Humor ist Bernd Kemper nicht vergangen. Der Erste Beigeordnete hat aber auch den Ärger nicht vergessen, den es um die Figur "Die Badende" in diesem Jahr gab. Er hofft nun auf Besserung.

VREDEN

, 31.08.2016, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Plastik soll an der Berkel ein verbindendes Zeichen setzen - in Vreden ebenso wie in den anderen Anrainerstädten. Doch Vandalismus machte dem in der Widukindstadt nur Tage nach der Aufstellung Ende Juni ein jähes Ende. Allerdings nur ein vorläufiges. Denn das Kunstwerk befindet sich derzeit zur Reparatur.

Die stattliche Dame im knallroten Badeanzug hat zwar die heißen Julitage verpasst. "Aber pünktlich zum Berkelaktionstag am 11. September ist sie wieder da", verspricht Bernd Kemper.

Sicherheit im Vordergrund

Die dralle Kunstfigur präsentiert sich zu diesem Termin an einer ungewöhnlichen Stelle - in der Hofanlage an der Berkel. Dort dürfte sie im Rahmen der Veranstaltung ein "Hingucker" sein. Das soll sie auch danach noch bleiben, jedoch an einem anderen Ort. Der Gedanke der Sicherheit stand bei dessen Wahl im Vordergrund.

"Die Badende bekommt ihren neuen Platz am Berkelkraftwerk", berichtet Bernd Kemper. Und zwar einen, der ohne Boot praktisch nicht zu erreichen ist: "Wir hoffen, dass sie dort relativ sicher ist." Denn die Verantwortlichen möchten nicht, dass die Figur noch einmal zu einer Zielscheibe für sinnlosen Vandalismus wird.

Betonsockel erforderlich

Einige Vorarbeiten sind noch erforderlich, um der Badenden einen dauerhaften Platz geben zu können. "Da muss ein kleiner Betonsockel gegossen werden", erläutert Bernd Kemper die Planungen im Gespräch mit unserer Zeitung.

Der Erste Beigeordnete kann dem künftigen Standort einiges abgewinnen. Das gilt auch über die Frage der Sicherheit hinaus: "Dort rückt die Badende stärker in die öffentliche Wahrnehmung." Ein solches Kunstwerk passe auch im Zusammenhang mit der Kulturachse aus seiner Sicht ausgezeichnet in den öffentlichen Raum. Nicht zuletzt sei der Bezug dort stark gegeben zu etwas, ohne das die Badende eigentlich nicht denkbar ist: Wasser.

Stadt trägt Kosten

Die Kosten für die "Reha-Maßnahme" trägt in diesem besonderen Fall keine Krankenkasse. Die Stadt kommt dafür auf. Doch der Steuerzahler muss vielleicht auch nicht allein darauf sitzen bleiben: "Wir behalten uns natürlich Regressforderungen gegen den Verursacher vor."

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