Beziehungskrieg an der Tankstelle

17.01.2008, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Vreden Mit einer Arbeitsauflage von 150 Sozialstunden ahndete das Schöffengericht in Ahaus das rücksichtslose Verhalten einer 41-jährigen PKW-Fahrerin aus Vreden. Das Gericht stellte mit dieser Auflage das Verfahren gegen die Frau vorläufig ein. Es war ihr in der Beweisaufnahme nicht nachzuweisen, dass sie absichtlich mit ihrem Fahrzeug auf die neue Lebenspartnerin ihres Exmannes zugefahren war.

Der Vorfall, mit dem sich das Gericht beschäftigen musste, hatte sich am 1. Juli des vergangenen Jahres auf einem Tankstellengelände an der Wüllener Straße zugetragen, das als Treffpunkt zwischen den getrennt lebenden Eheleuten vereinbart worden war. Der 36-jährige Ex-Mann befand sich mit seinem PKW, gemeinsam mit seiner neuen Partnerin, bereits an der Tankstelle, als seine Ehefrau ihr Fahrzeug neben ihn fuhr. Sie hatte mit ihm über häusliche Angelegenheiten reden wollen. Die Frau beschimpfte und beleidigte durch die offenen Wagenfenster die neue Partnerin, stieg aus und trat gegen den PKW des Mannes. Er und seine Freundin verließen ebenfalls ihr Fahrzeug, und die Freundin schlug gegen den Rückspiegel des PKW der 41-Jährigen. Sie setzte sich wieder in ihr Fahrzeug, fuhr kurz zurück und mit schneller Geschwindigkeit davon, wobei sie die Freundin, die zwischen beiden PKW stand, beinahe "erwischt" hätte. Sie wurde jedoch von ihrem Partner zur Seite gezogen worden. Sie sei zwar "sauer" auf die Freundin gewesen, erklärte die 41-Jährige, die ihr Verhalten bedauerte, habe sie aber nicht verletzen wollen. ek

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