Chefärztin Dr. Christiane Bäcker führt in Vreden zwei Abteilungen zusammen

hzKlinikum Westmünsterland

Dr. Christiane Bäcker hat als Chefärztin in Vreden Dr. Lukas Meiners abgelöst. An hartnäckigen Gerüchten sei jedoch nichts dran: Auch in Zukunft gibt es in Vreden eine Innere Medizin.

Vreden

, 21.10.2019, 17:37 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dr. Christiane Bäcker leitet seit dem 1. Oktober die Innere Medizin im Vredener St.-Marien-Hospital. Schon seit 2015 ist sie dort als Chefärztin der Geriatrie beschäftigt. Seit Anfang Oktober ist sie nun für beide Bereiche zuständig.

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Mit der Zusammenlegung der beiden Bereiche unter einer Leitung möchte das Klinikum Westmünsterland die Medizin am Standort in Vreden und auch zu den anderen Häusern im Verbund enger als bisher verzahnen: „Die Innere Medizin mit ihren 28 Betten hat dort aber weiter als eigenständiger Bereich Bestand.“ Das betont Geschäftsführer Holger Winter ausdrücklich. Und dementiert damit hartnäckige Gerüchte, die seit Wochen in Vreden kursieren. Demnach solle die Innere Medizin geschlossen werden. Das stimmt nicht.

An dem Medizinkonzept werde schon seit Jahren in dieser Richtung gearbeitet. Die Änderung in der chefärztlichen Zuständigkeit sei da nur ein Schritt gewesen.

Information an die niedergelassenen Ärzte in Vreden

Kurz nach der Änderung in der Zuständigkeit der Chefärztin seien auch die niedergelassenen Ärzte in Vreden informiert worden. „Von denen gab es sehr positive Resonanz“, erklärte Holger Winter, Geschäftsführer im Klinikum Westmünsterland in einem Pressegespräch am Montagmorgen.

Er lenkte den Blick auch auf die Spezialisierung in den einzelnen Standorten des Klinikums. „Die reine Standortbetrachtung ist in solchen Fällen leider nicht immer richtig“, erklärte er. Wenn spezielle Weiterbehandlungen notwendig werden, finde ein enger Austausch mit den entsprechenden Fachkliniken im Klinikum Westmünsterland statt.

Spezialisierung gehört längst zum Alltag im Klinikum

Die Spezialisierung auf die einzelnen Standorte ist nichts Neues: „Patienten mit akutem Schlaganfall aus Vreden werden schon seit Jahren so schnell wie möglich nach Borken gefahren und dort behandelt“, erklärt Holger Winter. „Und das ist gut so“, ergänzt Dr. Christiane Bäcker. Durch die spezialisierte Stroke-Unit dort sei etwa die Versorgung besser und führe so langfristig zu weniger Komplikationen oder Spätfolgen.

„Nicht jedes Krankenhaus kann jede Leistung anbieten“, so der Geschäftsführer weiter. Dafür spezialisiere sich die Medizin einfach immer weiter. Schon wegen der benötigten Infrastruktur und Fachqualifikationen könne die schlicht nicht an jedem Standort vorgehalten werden.

Verzahnung von Innerer Medizin und Geriatrie

Die Verzahnung von Innerer Medizin und Geriatrie sei in Vreden der logische Schritt. Schließlich werden auch dort die Patienten immer älter.

Auch fällt in Vreden keine Arztstelle weg. Statt der Chefarztstelle wurde in Vreden eine neue Oberarztstelle geschaffen, die ab 1. November besetzt werden soll.

Dennoch wird es auch in Zukunft in Vreden die normale Basisversorgung geben. „Jeder der ins Vredener Krankenhaus kommt und einer Behandlung bedarf, erhält hier auch eine internistische Diagnostik und Therapie – auch am Wochenende und rund um die Uhr“, macht Christiane Bäcker deutlich. Ob derjenige dann in Vreden oder in einem anderen Standort weiterversorgt wird, klärt sich dann im Lauf der Diagnose und Behandlung.

Aus Intensivstation wird Intermediate Care

Auch die Intensivstation bleibt in Vreden bestehen, allerdings in einer anderen Form: Sie wurde in den vergangenen Monaten bereits zu einer sogenannten „Intermediate-Care-Station“ umgebaut. In vier Betten können Patienten dort intensiv überwacht werden. Langfristige Intensivpatienten – etwa solche, die langfristig beatmet werden oder dialysepflichtig sind – werden in die Häuser nach Ahaus oder Stadtlohn verlegt.

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Die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Standorten und die Spezialisierung auf unterschiedliche Schwerpunkte sei ja eben genau der große Vorteil des standortübergreifenden Klinikums. „Die kollegiale Zusammenarbeit funktioniert sehr gut“, so Christiane Bäcker.

Chefarzt wollte eine Verabschiedung im internen Rahmen

Und der ehemalige Chefarzt Dr. Lukas Meiners? „Auf Dr. Meiners persönlichen Wunsch hat die Verabschiedung im internen Rahmen stattgefunden. Er hat 25 Jahre die Innere Medizin in Vreden geprägt. Als Chefarzt und Mensch war er ein tragendes Fundament für die Klinik für Innere Medizin, unser Krankenhaus in Vreden, aber auch für das Klinikum Westmünsterland“, erklärt Holger Winter schließlich noch. Nach 25 Jahren als Chefarzt in Vreden war er zum 30. September in den Ruhestand gegangen.

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