Der Schulweg zur St.-Marien-Schule soll sicherer werden

hzBauausschuss

Eltern und Schulpflegschaft der St.-Marien-Schule haben sich für einen sichereren Schulweg eingesetzt. Die Vredener Stadtverwaltung will jetzt 65.000 Euro investieren.

Vreden

, 20.01.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Überquerung der Straße Up de Bookholt machte einigen Eltern der Marienschule Sorgen. Die Ampel an der Ecke Wikbertstraße mit dem sehr engen Radweg, so schrieb es eine Familie in einem Antrag an die Stadt Vreden, empfinden sie als eine sehr große Gefahrenstelle. Am Dienstag hat sich der Bau- und Planungsausschuss in seiner Sitzung mit dem Thema auseinandergesetzt.

Zwei Vorschläge der Verwaltung wurden einstimmig beschlossen. Die Straße Up de Bookholt soll von Montag bis Freitag von 7 bis 14 Uhr zwischen dem Kreisverkehr „Bussmann“ und der Einmündung Berkelstraße nur noch mit maximal 30 Stundenkilometern befahren werden dürfen. Darauf wird ein Schild mit einem Zusatzzeichen „Schule“ aufmerksam machen. Die Voraussetzungen wurden bei der Straßenverkehrsbehörde bereits geklärt.

Neuer Verbindungsweg

Außerdem soll ein 2,50 Meter breiter Verbindungsweg zwischen dem Fahrradabstellplatz an der Berkelstraße und dem Fahrradplatz am neu geschaffenen Schuleingang an der Rundsporthalle gebaut werden. Die Kosten: 65.000 Euro. Dieser Fuß- und Radweg wird von der Berkelstraße aus hinter dem Schulgarten und der OGS-Außenfläche vorbei führen.

Die Straße Up de Bookholt soll demnächst an der Schule eine Tempo-30-Zone sein.

Die Straße Up de Bookholt soll demnächst an der Schule eine Tempo-30-Zone sein. © Markus Gehring

Damit müssen Schüler, die die Straße Up de Bookholt an der Fußgängerampel überqueren, nicht mehr gegenläufig entlang der Straße fahren, um zum Eingang und dem Abstellplatz an der Rundsporthalle zu gelangen. Dies war einer der Kritikpunkte in dem Elternantrag gewesen, dem sich die Schulpflegschaft angeschlossen hatte.

In dem Antrag heißt es: „Da der Kreisverkehr (Bussmanns Kreuz) für Radfahrer noch gefährlicher und unübersichtlicher ist, gilt es diesen zu meiden. Daher fahren viele Kinder aus dem Vredener Süden einen großen Bogen, um die Straße Up de Bookholt an der Ampel Ecke Wikbertstraße zu überqueren. Aus drei Richtungen kommen die Kinder teils mit dem Fahrrad oder zu Fuß und drängen sich an der engen Stelle vor der Ampel.“

Zebrastreifen wird nicht kommen

Eine weitere Forderung nach einem Zebrastreifen in Höhe des Dietrich-Bonhoeffer-Wegs will die Stadt dagegen nicht nachkommen. Damit soll die gesicherte Querung an der Fußgängerampel unterstützt werden.

Ein weiterer Wunsch der Schulpflegschaft war eine Unterstellmöglichkeit für die Schüler an der neuen Bushaltestelle. Weder bei Regen noch bei großer Hitze können die Kinder Schutz finden. Bei der prallen Mittagshitze habe es in der Vergangenheit erste Kinder mit Kreislaufschwierigkeiten gegeben, so die Schulpflegschaft. Diese Idee, so heißt es in der Vorlage der Verwaltung, wird begrüßt. Jetzt soll die Umsetzung geprüft werden.

Im Vorfeld der Sitzung hat die Verwaltung eine einwöchige radargestützte Verkehrszählung gemacht und außerdem per Hand an zwei Schultagen den Verkehr gezählt. Danach, so die Verwaltung, zeigt sich, dass die Straße Up de Bookholt nie ein Unfallhäufungspunkt war. Die Tagesbelastung mit rund 6000 Fahrzeugen sei unauffällig. Zwischen 7 und 8 Uhr wurde die Straße je Fahrtrichtung von rund 300 Kraftfahrzeugen befahren, und das mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 43 km/h.

Nur 30 Meter länger

Für die Verwaltung zeigt sich, dass Schulkinder aus den südlichen Einzugsgebieten der Marienschule, die die Straße Up de Bookholt an der gesicherten Ampel überqueren, nur 30 Meter länger bis zum Fahrradständer brauchen, als wenn sie direkt die Straße in Höhe des Dietrich-Bonhoeffer-Weges überqueren. Überraschend war, so der Erste Beigeordnete Bernd Kemper, dass bei der Verkehrszählung im November 195 Schüler an der Ampel über die Straße gingen und nur 34 am Dietrich-Bonhoeffer-Weg. „Das hatten wir nicht so erwartet.“

Die Politiker zeigten sich mit den ersten Vorschlägen der Verwaltung zufrieden. Nur eins gaben sie der Verwaltung auf den Weg. Bernd Kemper: „In einem Jahr soll noch einmal die Verkehrs- und Schulwegsituation überprüft und bewertet werden.“

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