Disco-Schlägerei wie im Traum erlebt

10.01.2008, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Vreden Nur geträumt haben will ein 20-jähriger Vredener die Darstellung, die er als Zeuge einer Schlägerei bei seiner polizeilichen Vernehmung den Beamten zu Protokoll gegeben hatte, was er ihnen allerdings verschwieg. Das erklärte er jedenfalls jetzt vor dem Amtsgericht in Ahaus, dass ihn zu dem Vorfalls am 14. Januar vergangenen Jahres im Zeugenstand befragte.

Selbst habe er nichts gesehen, erinnere sich auch nicht mehr an den Abend in der Discothek, an dem er betrunken gewesen sei. Er wisse nur von einem Traum, den er bei der Polizei erzählt habe. Realer waren die Aussagen des Geschädigten, eines 19-jährigen Vredeners, der aus "heiterem Himmel" einen Schlag, danach ein Glas ins Gesicht bekam und eine Platzwunde davontrug.

Er erkannte den Angeklagten, einen 26-Jährigen aus Vreden, zweifelsfrei als den Mann wieder, der das Glas geworfen hatte. Den Schlag konnte er ihm nicht zuordnen. Der Angeklagte, der wegen gefährlicher Körperverletzung belangt wurde, hatte auf Grund seines hohen Alkoholgenusses ebenfalls erhebliche Erinnerungslücken. Er führte seine Aggressivität auf den Alkoholkonsum zurück und entschuldigte sich bei dem Verletzten. Das Gericht verurteilte den 26-Jährigen wegen Vollrausches zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu zehn Euro. ek

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