Ergebnis des Bürgerentscheids: Schulstraße und Widkukindstadion müssen bleiben

Schulcampus Vreden

Beim Bürgerentscheid am Sonntag konnten die Vredener nach einer jahrelangen Diskussion in der Politik selber über die Neugestaltung des Schulzentrums entscheiden. Das Ergebnis ist eindeutig.

Vreden

, 26.05.2019, 20:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ergebnis des Bürgerentscheids: Schulstraße und Widkukindstadion müssen bleiben

Die Bürgerinitiative hat sich beim Bürgerentscheid durchgesetzt. © Victoria Thünte

Die Bürgerinitiative hat sich beim Bürgerentscheid zum Schulcampus in Vreden durchgesetzt. 63 Prozent haben am Sonntag mit Ja gestimmt. Das bedeutet, dass der Ratsbeschluss aufgehoben wird, die Schulstraße und das Widukindstadion erhalten bleiben und auf den Bau einer großen Mehrfachhalle zwischen den Schulen verzichtet werden muss. Die Wahlbeteiligung lag bei 60 Prozent.

Ratsbeschluss zum Schulcampus wird aufgehoben

Der Rat der Stadt Vreden hatte am 21. November 2018 nach einer jahrelangen Diskussion mehrheitlich für die Variante D gestimmt. Diese sah vor, die Schulstraße und das Widukindstadion im Schulzentrum aufzugeben. Stattdessen sollten kompakte Anlagen für den Schulsport, ein großer Campus zwischen den beiden Schulen und eine große Mehrfachhalle entstehen. Im Sportzentrum sollte eine neue Leichtathletikanlage mit 400-Meter-Bahn gebaut werden.

Diese Planungen sind auf ein Werkstattverfahren und die Sportentwicklungsplanung, an denen sowohl Sportvereine als auch Schulen und Politiker beteiligt waren, zurückzuführen. Dementsprechend haben sich die Sportvereine, die Sekundarschule, Eltern und Schulleitung des Gymnasiums, die Verwaltung, die CDU und die Grünen für diese Variante ausgesprochen.

Verkehrssicherheit, Kosten und zentrale Lage

Eine Gruppe aus Lehrern, Eltern und Anwohnern jedoch wollte sich mit dem Ratsbeschluss nicht abfinden. Sie starteten ein erfolgreiches Bürgerbegehren und argumentierten mit der Verkehrssicherheit, den Kosten und der zentralen Lage der 400-Meter-Bahn. SPD, FDP und UWG unterstützten die Ideen der Bürgerinitiative. Jetzt hat sich die Gruppe beim Bürgerentscheid durchgesetzt. 63 Prozent der wahlberechtigten Vredener haben den Forderungen am Sonntag zugestimmt, 37 Prozent haben sie abgelehnt.

Diese muss die Verwaltung jetzt umsetzen. Der Ratsbeschluss wird aufgehoben und für die Kernpunkte der Variante D gibt es eine Sperrfrist von zwei Jahren.

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