Feuer in ehemaliger Werkstatt in Lünten verursacht 100.000 Euro Schaden

hzFeuerwehr Vreden

Nächtlicher Einsatz für die Feuerwehr: Mitten in Lünten war in einem ehemaligen Werkstattgebäude ein Brand ausgebrochen. Die Feuerwehr wurde um 2.18 Uhr am Montagmorgen alarmiert.

Vreden

, 03.08.2020, 04:09 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gleich mehrere Lüntener haben in der Nacht zu Montag die Notrufnummer „112“ gewählt: Eine ehemalige Werkstatt an der Bischof-Tenhumberg-Straße – mitten im Ort – stand in Flammen. Vor allem das Geräusch der durch die Hitzeentwicklung zerberstenden Glasscheiben hatte die Anwohner aus dem Schlaf gerissen.

Bei einem Feuer in der Werkstatt eines ehemaligen Landmaschinenbetriebs an der Bischof-Tenhumberg-Straße mitten in Lünten sind nach ersten Schätzungen und 100.000 Euro Sachschaden entstanden.

Bei einem Feuer in der Werkstatt eines ehemaligen Landmaschinenbetriebs an der Bischof-Tenhumberg-Straße mitten in Lünten sind nach ersten Schätzungen und 100.000 Euro Sachschaden entstanden. © Kip-Pic

Um 2.18 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert, der Löschzug Ammeloe und die Drehleiter aus Vreden wurden an den Einsatzort gerufen. Schon beim Anrücken wurde nachalarmiert, wie Einsatzleiter Manfred Rotering im Gespräch mit der Redaktion erklärte. Dies schon wegen der Lage der Brandstelle mitten in der bebauten Ortslage. Auch waren Feuer und Rauch schon von weitem zu sehen. Die jetzt als Lagerhalle genutzte ehemalige Werkstatt brannte in voller Ausdehnung, als die Feuerwehr eintraf.

Durch zerstörte Fensterfront gelöscht

Zunächst erkundeten einige Trupps von Feuerwehrleuten unter Atemschutz die Lage. „Wir konnten den Brand recht schnell unter Kontrolle bekommen“, zog Manfred Rotering noch in der Nacht zufrieden Bilanz. Durch die zersprungenen Scheiben der Lagerhalle habe das Löschwasser das Feuer gut erreichen können, darüber hinaus sei ein Innenangriff durchgeführt worden.

Benachbarte Gebäude konnten so vor einem Übergreifen der Flammen geschützt werden. Eine Besonderheit hatte der Einsatz noch: Eine Propangasflasche konnten die Feuerwehrleute aus der Werkstatt nach draußen bringen und vor den Flammen schützen, bevor Schlimmeres passierte.

Die Drehleiter war bei der ersten Alarmierung gleich mit informiert worden - aber aus der Höhe musste nicht gelöscht werden.

Die Drehleiter war bei der ersten Alarmierung gleich mit informiert worden - aber aus der Höhe musste nicht gelöscht werden. © Anne Winter-Weckenbrock

Es sei nicht nötig gewesen, von der Drehleiter aus zu löschen. Aber das Fahrzeug wurde auf der Bischof-Tenhumberg-Straße in Stellung gebracht. Insgesamt war die Feuerwehr mit 70 Einsatzkräften der Löschzüge Ammeloe und Vreden vor Ort, viele Lösch-Schläuche waren entlang der Bischof-Tenhumberg-Straße und der Kirchstraße ausgerollt.

Letzte Glutnester wurden mit Hilfe einer Wärmebildkamera ausfindig gemacht und konnten abgelöscht werden, sodass auch der Löschzug Ammeloe gegen 4.15 Uhr die Einsatzkräfte reduzieren konnte. Vor Ort blieb ein Löschfahrzeug mit einer Gruppenbesatzung zur weiteren Brandwache vor Ort, um den Brandbereich zu kontrollieren. Gegen 5.30 Uhr konnten aber auch die letzten Kräfte wieder einrücken.

Feuer in ehemaliger Werkstatt verursacht 100.000 Euro Schaden

Die Polizei, die in der Nacht auch vor Ort war, schätzte den entstandenen Sachschaden noch in der Nacht auf rund 100.000 Euro. Zur Brandursache konnten die Beamten vor Ort keine genauen Angaben machen. „Eine technische Brandursache wird zurzeit nicht ausgeschlossen“, teilte die Pressestelle der Polizei am Montagvormittag mit. Wie üblich haben die Experten der Kripo ihre Ermittlungsarbeit an der Brandstelle aufgenommen.

Bei einem Feuer in einem ehemaligen Werkstattgebäude mitten in Lünten entstand nach ersten Schätzungen ein Sachschaden von rund 100.000 Euro.

Bei einem Feuer in einem ehemaligen Werkstattgebäude mitten in Lünten entstand nach ersten Schätzungen ein Sachschaden von rund 100.000 Euro. © Kip-Pic

Ein Feuerwehrmann ist auf dem Weg zum Gerätehaus umgeknickt und wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht worden.

Update Dienstag: Brandursache

Dietmar Brüning von der Pressestelle der Polizei teilte auf Anfrage der Redaktion mit, dass eine vorsätzliche Brandstiftung ausgeschlossen werden könne. Höchstwahrscheinlich sei von einem technischen Defekt auszugehen.

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