Weniger Besucher im Freibad – trotzdem positive Bilanz und Vorfreude

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Es war keine normale Saison im Vredener Freibad. Trotz der niedrigen Besucherzahlen ist der Badleiter zufrieden. Nun liegt die Hoffnung auf der nächsten Saison mit neuem Becken.

Vreden

, 11.09.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im vergangenen Jahr war Badleiter Mario Menkehorst noch sehr zufrieden mit den Besucherzahlen im Vredener Freibad. In diesem Jahr ist er vor allem froh, dass die Saison relativ reibungslos über die Bühne ging. „Aber das war mit einem enormen Aufwand verbunden“, sagt er.

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Schließlich mussten die Duschen, Umkleiden und Toiletten alle zwei Stunden komplett desinfiziert werden. Außerdem hat das Team am Telefon oder vor Ort Fragen beantwortet, wenn ein Gast das Buchungssystem nicht verstanden hat. Bei älteren Besuchern haben die Badmitarbeiter auch mal selber die Daten ins System eingetragen.

Anfangsschwierigkeiten mit Buchungssystem

„Nach ein paar Anfangsschwierigkeiten hat das Buchungssystem eigentlich ganz gut funktioniert“, sagt Mario Menkehorst. Im Internet konnten die Besucher Zeitfenster von zwei Stunden reservieren und dabei auch direkt ihre Daten angeben. „Gerade an den heißen Tagen war die Kapazität von 150 Personen schnell ausgeschöpft“, berichtet der Badleiter.

Das Becken soll bald in Edelstahl glänzen.

Das Becken soll bald in Edelstahl glänzen. © Victoria Garwer

Insgesamt aber war es zahlentechnisch keine besonders gute Saison. 12.200 Besucher hatte das Freibad in diesem Jahr. Zum Vergleich: 2019 waren es fast 33.000. An einem Tag kamen da sogar mehr als 2000 Schwimmer. Zu Corona-Zeiten natürlich undenkbar. Noch ein Grund für die geringe Besucherzahl: Das Bad konnte wegen des Lockdowns erst Anfang Juni öffnen, also etwas später als sonst.

Kommende Saison soll Edelstahlbecken glänzen

Mario Menkehorst hofft nun, dass die kommende Freibad-Saison wieder positiver verläuft. Zum einen, weil es hoffentlich keine Corona-Einschränkungen mehr gibt. Zum anderen, weil das Freibad dann mit einem neuen Edelstahlbecken glänzt.

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Die Bauarbeiten haben bereits begonnen, am Mittwoch gab es den offiziellen ersten Spatenstich mit Vertretern der Baufirmen, der SV Bäder, der Fraktionen und der Verwaltung. „Wir haben lange darüber diskutiert, was wir eigentlich wollen. Umso schöner, dass es nun endlich losgeht“, sagte Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch.

Das alte Becken aus Beton ist seit Jahren undicht.

Das alte Becken aus Beton ist seit Jahren undicht. © Victoria Garwer

Die Form des Beckens bleibt erhalten, genau wie die parkähnliche Anlage drumherum. Ausgekleidet wird das Becken mit Edelstahl. Als Attraktionen sind eine Rutsche, ein Drei-Meter-Sprungturm und eine Kletterwand geplant. Das Ganze wird rund 2,5 Millionen Euro kosten und soll zum Freibadstart 2021 fertig sein.

Nur 30 Schwimmer gleichzeitig im Hallenbad

Das Hallenbad öffnet übrigens am Donnerstag, 17. September – mit Corona-Einschränkungen. Nach Angaben von Badleiter Mario Menkehorst dürfen nur 30 Gäste gleichzeitig ins Bad. Es wird wieder Zeitfenster geben, die online gebucht werden müssen. Allerdings sind nicht mehr alle davon zwei Stunden lang. Morgens gibt es kürzere Zeitfenster für Frühschwimmer, am Wochenende längere für Familien.

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