Gemischtes Fazit nach erstem verkaufsoffenen Sonntag mit Corona-Auflagen

hzVreden ist bunt

"Vreden ist bunt": Unter diesem Motto stand der vom Vredener Stadtmarketing organisierte verkaufsoffene Sonntag. Die Ideenfabrik steuerte noch den gut besuchten Kofferraumverkauf hinzu.

Vreden

, 16.08.2020, 18:42 Uhr / Lesedauer: 3 min

Bunt präsentierte sich am Sonntag die Vredener Innenstadt. Ein vom Vredener Stadtmarketing organisierter verkaufsoffener Sonntag lud Gäste von nah und fern zum Einkaufen in die farbig geschmückte Stadt ein. Die Vredener Einzelhändler waren froh, die Möglichkeit bekommen zu haben, sich so zu präsentieren und auch die Besucher nahmen das Angebot gerne an. Allerdings nicht in der Menge, die ein normaler verkaufsoffener Sonntag anzieht.

Ob es die hochsommerlichen Temperaturen waren oder die Aufforderung, auch in der Fußgängerzone einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, darüber sind sich die Einzelhändler nicht einig, dennoch waren alle Beteiligten am Ende des Tages aber froh, dass der verkaufsoffene Sonntag durchgezogen werden konnte.

Die jungen und älteren Händler zogen an diesem Tag ein gemischtes Fazit.

Die jungen und älteren Händler zogen an diesem Tag ein gemischtes Fazit. © Raphael Kampshoff

Schon früh waren die ersten Besucher in die Innenstadt gekommen. Ab 11.30 Uhr durften die 20 Teilnehmer des von der Ideenfabrik organisierten Kofferraumverkaufs ihren Bereich aufbauen und schnell kamen erste Gäste, um sich einen Überblick zu verschaffen.

"Die Plätze, die wir in diesem Jahr anbieten konnten, waren schnell weg," so Alex Teske von der Ideenfabrik. Statt 32 Verkäufer durften dieses Mal nur 20 Plätze vergeben werden. Beim Kofferraumverkauf werden wie bei einem Flohmarkt Spielsachen, Vasen, Bilder, Uhren oder Schmuck verkauft, allerdings dürfen nur Privatpersonen Dinge anbieten, die sie nicht mehr benötigen. Gewerbliche Verkäufer werden nicht zugelassen.

Viele Spielsachen schnell verkauft

Antonia Holweger hatte einen Stand auf dem Parkplatz der Musikschule und wollte sich mit dem Verkauf ihrer Spielsachen ein wenig Geld verdienen um sich einen Wunsch erfüllen zu können. "Ich hatte während des Lockdowns viel Zeit, meine Sachen aufzuräumen und habe nun mein Playmobil aussortiert, um es hier zu verkaufen," so Antonia Holweger. Mit dem Vorhaben war sie schnell erfolgreich, denn schon vor dem offiziellen Start um 13 Uhr war fast alles verkauft.

Zufrieden war auch Rosemarie Dücker, die auf dem Marktplatz ihren Stand aufgebaut hatte. Sie hat schon mehrmals am Kofferraumverkauf teilgenommen und sich gefreut, auch dieses Mal wieder dabei sein zu dürfen. "Es läuft schon schleppender als sonst, normalerweise ist die Besucherfrequenz größer, aber unter diesen Corona-Bedingungen bin ich mit dem Verkauf zufrieden."

Beim Kofferraumverkauf war die Resonanz unterschiedlich.

Beim Kofferraumverkauf war die Resonanz unterschiedlich. © Raphael Kampshoff

An ihrem Stand schauten sich zu der Zeit gerade der Niederländer Ed de Haas mit seiner Frau verschiedene Ringe an. "Ich habe in der Zeitung vom verkaufsoffenen Sonntag in Vreden gelesen. Da haben wir heute mit Freunden einen Ausflug unternommen. Wir waren erst in den Läden und gucken uns jetzt hier den Verkauf an und finden, dass alles sehr gut organisiert ist," so Ed de Haas.

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An den Eisdielen bildeten sich im Laufe des Tages lange Schlangen und man einige Wartezeit mitbringen. Ansonsten war in der Innenstadt und in den Geschäften noch ausreichend Platz, um Sicherheitsabstände einhalten zu können, wodurch der Mund-Nasen-Schutz außerhalb der Läden von vielen auch schnell wieder abgenommen wurde.

Kunden „geben sich Klinke in die Hand“

"Bei uns geben sich die Kunden die Klinke in die Hand. Wenn einer raus geht, kommt meist ein neuer rein. Es ist hier gut frequentiert, aber nie überfüllt“, fasste Christina Lansing von „Sport Niehuis“ den Tag zusammen.

Frische Burger von Krandick und Dinslaken Catering konnten die Besucher genießen.

Frische Burger von Krandick und Dinslaken Catering konnten die Besucher genießen. © Raphael Kampshoff

Hendrik Siehoff vom „Schuhaus Siehoff“ hätte sich ein paar mehr Besucher gewünscht, ist aber begeistert davon, wie das Stadtmarketing alles hinbekommen hat. Ob es Corona oder die Hitze war, die weniger Besucher als sonst anzog, wisse er nicht, trotzdem war der verkaufsoffene Sonntag für ihn kein Flop, aber eben auch nicht perfekt.

Wie ein gut besuchter Freitagnachmittag

"Es ist wie ein gut besuchter Freitagnachmittag, aber nicht wie ein normaler verkaufsoffener Sonntag," sagte Desiree Kemper von der „Kids-Corner“, und auch beim Stand von „Krandick-Dinslaken Catering“, die Burger verkauften, lief es eher schleppend. "Wir sind aber froh, dass das Stadtmarketing immer wieder Dinge plant, um die Stadt attraktiver zu machen," so Markus Krandick.

Für ein kleines Rahmenprogramm hatte das Stadtmarketing gesorgt.

Für ein kleines Rahmenprogramm hatte das Stadtmarketing gesorgt. © Raphael Kampshoff

Ein zufriedenes Fazit zog Karin Otto: "Es ist aufregend, sowas anzubieten in Corona-Zeiten. Der Aufbau war gesittet und alle trugen ihre Masken, jetzt bin ich froh, dass wir unter den Schutzmaßnahmen etwas für den Einzelhandel tun konnten."

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