Einige Anwohner im Marienhook wünschen sich eine Hinterlandbebauung. © Geodatenatlas Kreis Borken
Nachverdichtung

Hinterlandbebauung im Marienhook: Alle Anwohner sollen gefragt werden

Einige Anwohner im Marienhook wünschen sich eine Hinterlandbebauung. Andere sehen das kritisch. Eine Infoveranstaltung ist zurzeit aber wegen der Pandemie nicht möglich.

Fünf Anwohner des Marienhooks haben sich mit dem Wunsch einer Hinterlandbebauung an die Verwaltung gewandt. Einige andere haben sich seit der Veröffentlichung der Pläne im März 2020 jedoch in Stellungnahmen kritisch geäußert. Sie wundern sich, dass sie bislang nicht einbezogen wurden.

Eigentlich sollten im vergangenen Jahr bereits Gespräche mit den Anwohnern geführt werden. „Doch dann kam Corona“, sagt Stadtplaner Dirk Hetrodt. Deswegen hat die Verwaltung bislang nur mit den fünf Antragstellern gesprochen, die ihre Ideen konkretisiert haben.

Dabei hat sich gezeigt, dass sie sich grundsätzlich im hinteren Bereich der Grundstücke eine ähnliche Bebauungsdichte wie vorne wünschen. „Das sehen wir anders. Die bauliche Dichte muss nach hinten abnehmen“, sagte Dirk Hetrodt.

Für Hinterlandbebauung ist neuer Bebauungsplan notwendig

Ein Anwohner des Marienhooks wundert sich in einem Schreiben an die Stadt zudem, dass ihm vor circa zwei Jahren der Wunsch nach einer Hinterlandbebauung noch abgesagt wurde. „Ich kann verstehen, dass das für den Anwohner unverständlich ist. Aber es muss auch möglich sein, dass sich politische Standpunkte im Sinne der Stadtentwicklung ändern“, sagte Fachbereichsleiter Joachim Hartmann.

Grundsätzlich sei es so, dass sich eine Hinterlandbebauung in dem Wohngebiet nicht einfüge, machte Dirk Hetrodt klar. Deswegen müsse ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden. Das werde aber nicht nur für ein einzelnes Grundstück oder Bauvorhaben gemacht. Deswegen wird nun bei den Antragsstellern noch einmal abgefragt, ob weiter Interesse besteht. Sobald es die Pandemielage zulässt, soll es eine Versammlung für alle Anwohner des Marienhooks geben.

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Als gebürtige Vredenerin habe ich mich aus Liebe zur Region ganz bewusst für den Job als Lokaljournalistin in meiner Heimat entschieden. Mein Herz schlägt für die Geschichten der Menschen vor Ort. Ich möchte informieren, unterhalten und überraschen.
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