Emsig gearbeitet wird in diesen Tagen weiter im Freibad. Der Zeit- und erweiterte Kostenrahmen könne eingehalten werden, teilt die Stadt mit. © Markus Gehring
Freibadsanierung

„Hochzeit“ im Vredener Freibad: Probelauf wäre theoretisch bald möglich

Mit dem Zusammenschalten der Filteranlagen wird in diesen Tagen im Freibad ein wichtiger Baustein bei den Sanierungsarbeiten gesetzt. Dafür musste der Notbetrieb unterbrochen werden.

Autobauer sprechen von der „Hochzeit“, wenn sie Fahrwerk, Getriebe und den Motor in die Karosserie einsetzen. Und Ähnliches tut sich in diesen Tagen auch im Freibad Vreden: Die Filteranlagen von Hallen- und Freibad werden im Zuge der laufenden Sanierungsarbeiten am Freibad zusammengeführt. Dazu musste das Hallenbadbecken halb leer gepumpt werden, was zu einer Unterbrechung des Notbetriebs über das Hallenbad geführt hatte. Der Umbau der Filteranlage war auch der Grund, warum sich die Eröffnung des Freibades verzögern wird.

Ansonsten bewege man sich im Zeitplan, erklärt Kämmerer Jürgen Buckting. Trotz allem ebenso im „erweiterten Kostenrahmen“. Allerdings habe man sich auch den gerade „alltäglichen“ Hindernissen zu stellen. „In Teilen sind auch wir von kleineren Lieferschwierigkeiten betroffen, ebenso ist es nicht immer einfach, Handwerker zu bekommen“, so der Kämmerer.

Das Edelstahlbecken ist eingerichtet, bald kann das Wasser eingelassen werden.
Das Edelstahlbecken ist eingerichtet, bald kann das Wasser eingelassen werden. © Markus Gehring © Markus Gehring

Aber auch die kleineren Gewerke sollten planmäßig in Angriff genommen werden können. Da es sich um eine Sanierung handele, müsse man – wie jeder Hausbesitzer auch – stets mit Überraschungen rechnen.

Edelstahlteile müssen verschweißt werden

Einen Eindruck vom Edelstahlbecken, dem größten Gewerk und Aushängeschild des neuen Freibads, können sich Interessierte jetzt schon verschaffen. Dieses wartet noch auf Schweißarbeiten. Dann muss allerdings Wasser eingelassen werden und im Becken verbleiben, sonst schwemmt der Boden womöglich auf. „Dazu fehlen noch ein paar Badleitungen“, erklärt Buckting. Auch bei diesem Posten spreche man von „mehreren einhunderttausend Euro“, umreißt der Kämmerer die Dimensionen.

Zuvor waren die Edelstahlteile befestigt worden. Im nächsten Schritt wurden die Hohlräume zwischen diesen fünf Meter langen Teilen und dem alten Becken mit Beton gefüllt, bevor der Boden des Beckens folgte. Bald werden also alle Teile miteinander verschweißt.

Stadt hält am Starttermin zum Sommer 2022 fest

Auch wenn dies theoretisch Ende August denkbar wäre – auf einen Probelauf noch in diesem Jahr werde man in Vreden verzichten, erklärt Jürgen Buckting: „Wir reden dann noch von ein, zwei Wochen.“

Dadurch, dass dieser Abschnitt absenkbar ist, kann auch ein Sprungturm in Betrieb genommen werden.
Dadurch, dass dieser Abschnitt absenkbar ist, kann auch ein Sprungturm in Betrieb genommen werden. © Markus Gehring © Markus Gehring

So konzentriert man sich auf einen kompletten Vollstart in 2022. „Dann wird das neue Bad voll funktional zur Verfügung stehen“, so Buckting. Er hofft dabei auch, dass mit fortlaufenden Impfungen ein Besuch ohne Einschränkungen möglich sein wird. „Da haben wir als öffentliche Hand schließlich auch eine Vorbildfunktion“, gibt Buckting zu bedenken.

Im Sommer 2022 sollen die Gäste dann ein glänzendes Edelstahlbecken mit sechs Schwimmbahnen, Blöcken, einem Ein-Meter-Brett und einem Drei-Meter-Sprungturm genießen können. Denn durch das Anheben des gesamten Beckens ist im hinteren Bereich eine Wassertiefe von 3,80 Metern möglich, wodurch der Sprungturm wieder erlaubt ist.

Über den Autor
freier Mitarbeiter

Der neue Lokalsport-Newsletter für Haltern

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Halterner Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.